In der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern mussten die Herren der HSG Erlangen/Niederlindach am siebten Spieltag einen Rückschlag einstecken: Im Verfolgerduell mit Regensburg kassierte die HSG, die nach dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter HC Erlangen II die zweitbeste Offensive der Liga stellt, ihre dritte Saisonniederlage und rutschte von Rang 2 auf den sechsten Platz ab. Dafür ist der OG Erlangen durch den deutlichen Sieg über den TV Altdorf nun Vierter. Die Männer der TS Herzogenaurach waren spielfrei.

SG DJK SB/SC Regensburg - Erlangen/Niederlindach 32:27

Nach dem überraschenden Heimsieg über den OG Erlangen machte sich die HSG auf die weite Auswärtsreise zum Aufsteiger aus Regensburg. Dabei musste das Trainerduo Hankel/Hauer auf Abwehrchef Mombour sowie Kreisläufer Ehrig verzichten.
Die Regensburger mussten sich bisher nur dem Tabellenführer HC Erlangen sowie der OG Erlangen geschlagen geben, gewannen aber bereits gegen die starken Forchheimer. Mit einem Sieg in der Fremde hätte sich die HSG in der Spitzengruppe festsetzen können.

Doch die Niederlindacher kamen nicht gut ins Spiel und lagen schnell mit 3:1 im Hintertreffen. Doch angeführt von Willert und Stübinger holte die Mannschaft diesen Rückstand schnell wieder auf und erzielte ihrerseits das 4:5 nach elf Minuten. Nun wechselte die Führung hin und her und keinem Team gelang es, sich abzusetzen, bis die DJK mit zwei Treffern in Folge einen kleinen Vorsprung herauswarf. Leider erhielt der gut aufgelegte Ersatz-Abwehrchef Vincentz in dieser Phase bereits seine zweite Zeitstrafe.

In Überzahl gelang den Oberpfälzern das 13:10, ehe Gottesbüren die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff wieder auf 14:13 heranbrachte. Trotz des knappen Spielstandes zeigte die HSG in Halbzeit eins keine gute Leistung und konnte nie an das Tempo des letzen Spiels anknüpfen.

Somit war die Zielsetzung für die zweite Halbzeit klar, doch die HSG fand ihren Rhythmus weiterhin nicht. Gegen die groß gewachsenen Oberpfälzer gab es kaum ein Durchkommen und in der Abwehr ließ man den Gegner häufig gewähren. Im Gegensatz dazu gelang es der DJK, ihre Angriffe immer besser abzuschließen. Nur dank zweier Siebenmeter schaffte die HSG den neuerlichen Ausgleich zum 19:19 (45.).

Doch in der Folge gerieten die Niederlindacher in Unterzahl, was die DJK mit vier Treffern in Folge nutzte. Der HSG gelang es nun nicht, das Ruder herum zu reißen, weiterhin war die Mannschaft nur ein Schatten ihrer selbst. Auch eine Umstellung in der Abwehr hatte nicht den gewünschten Erfolg. Da zusätzlich auch der gegnerische Torwart in Zusammenarbeit mit seinen Pfosten die Würfe der Niederlindacher entschärfte, setzten sich die Regensburger fünf Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 29:22 ab. Auch eine offensive Manndeckung änderte daran nichts mehr.

Mit der verdienten Niederlage rutscht die HSG wieder zurück in das Tabellenmittelfeld. Die Niederlindacher kamen zu keinem Zeitpunkt dieser Partie in ihr normales, schnelles Spiel und ließen dabei vor allem ihren sonst so starken Einsatzwillen vermissen. Die junge Niederlindacher Mannschaft muss sich nach dieser schlechten Leistung nun wieder auf ihre Stärken besinnen, sonst wird es auch beim nächsten Auswärtsspiel gegen den HC Sulzbach/Rosenberg II am kommenden Wochenende wieder sehr schwierig, zu punkten. / HSG: Rödel, Schindler - Gottesbüren (5), Gumbert (2), Schmieding (5/2), Rühl, Willert (6), Hauer, Stübinger (6/4), Bauer, Vincentz, Forstner (3/1)

OG Erlangen - TV Altdorf 32:23

Zu Beginn hielten die Gäste aus Altdorf noch mit (5:4), doch dann zog der OGE in einer sehr einseitigen Begegnung auf und davon. Die Olympioniken agierten in Abwehr und Angriff sehr konzentriert und setzten sich über den Zwischenstand von 12:5 bis zur Halbzeit auf 20:9 ab und hatten mit den überforderten Gegnern keine Mühe mehr.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Erlanger die Zügel in der zweiten Halbzeit allerdings etwas schleifen und hielten somit die sichere Niederlage für die Altdorfer in Grenzen. Die Ausgeglichenheit des Olympischen Gedankens unterstreicht die Tatsache, dass sich erneut alle Feldspieler als Torschützen in Szene setzen konnten. Am Ende siegte die OGE ungefährdet mit 32:23.

OGE: Rothemund - Stör (3), Plößl (4/2), Pellny (2), Jantsch (2), Groß (7), Sporrer (2), Sauer (2), Meder (3), Mück (1), Feldlin (2), Szücs (3), Schmitt (1)