Auf einen Sieg hofften die Teams des Schachclubs Höchstadt am ersten Spieltag vergeblich. Während die erste Mannschaft in der Regionalliga Nord-West beim Unentschieden gegen den SC Bad Königshofen davon profitierte, dass die Gäste nicht in Bestbesetzung antreten konnten, fehlten der Höchstadter Reserve beim 3:5 in Coburg vier Stammspieler.


Regionalliga Nord-West: SC Höchstadt - SC Bad Königshofen 4:4

Nachdem im Vorjahr der Klassenerhalt gelungen war, zählt der SCH auch heuer zu den Abstiegskandidaten. Gegen das mit drei internationalen Meistern, einem Fide-Meister und einer Großmeisterin gespickte Team, wäre Höchstadt wohl chancenlos gewesen, wenn die Gäste nicht ohne drei Topspieler angetreten wären. So agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe.

Die Gastgeber gingen nach zweieinhalb Stunden durch einen Sieg von Sebastian Dietze in Führung. Christian Koch knöpfte einem Fide-Meister in der sizilianischen Eröffnung einen halben Punkt ab, während am Spitzenbrett Höchstadter Schachgeschichte geschrieben wurde. Dem 18-jährigen Lukas Schulz gelang ein fulminanter Sieg gegen den internationalen Meister Pavel Jirovsky, der die Partie scheinbar dominiert hatte. Doch Schulz startete einen Königsangriff, opferte einen Turm und bot anschließend auch noch einen Läufer feil. Nach einer weiteren Kombination musste Jirovsky bereits im 29. Zug aufgeben, einen Zug vor dem sicheren Matt.

Als es durch das knappe Remis von Michael Brunsch bereits 3:1 für den SCH stand, rückte ein Sieg immer näher. Doch weil Tobias Schwarzmann und Karsten Theiss unterlagen und nur Holger Schwarzmann siegte, gin es mit einem 4:3-Vorsprung in die letzte Partie. In einem komplizierten Läuferendspiel musste Alexander Mönius nach 86 Zügen und über fünf Stunden resignieren.


Bezirksliga West Oberfranken: Coburger SV - SC Höchstadt II 5:3

Der um den Klassenerhalt kämpfenden Höchstadter Reserve fehlten vier Stammspieler, weshalb die Gastgeber leichtes Spiel hatten. Die einzige Gewinnpartie verbuchte Joachim Kröger. Vier halbe Punkte stammten von Oliver Mönius, Michael Gorka, Horst Schulz und Elias Pfann.


Kreisliga Bamberg: SC Höchstadt III - Post-SV Bamberg 2:6

Auch für die dritte Mannschaft gab es nichts zu holen. Bamberg reiste in Bestbesetzung an und war an jedem Brett nominell deutlich überlegen, weshalb die Niederlage nicht überraschend kam. Lediglich Rüdiger Roppelt gelang es, eine Partie zu gewinnen. Mannschaftsführer Reiner Schulz und Walter Schmidt steuerten Unentschieden bei.

Sehen lassen konnte sich allerdings der Auftritt von Merle Gorka in ihrem ersten Ligaspiel bei den Erwachsenen. Mehrere Stunden hielt die talentierte Zehnjährige gut mit. sd