Pilot Mike Rockenfeller, der im Schaeffler-Audi unterwegs war, zeigte ein gutes Rennen, schrammte am Ende knapp an Platz 5 vorbei - der ehemalige Formel 1-Fahrer David Coulthard war zwei Zehntelsekunden schneller.
Eine klemmende Radmutter beim Boxenstopp kostete dem 28-Jährigen Deutschen wertvolle Zeit. "Zudem hatte ich mit dem zweiten Reifensatz zu kämpfen", sagte Rockenfeller, der die zweitschnellste Runde des Rennens hinlegte. Insgesamt kann er den Wettkampf in Nürnberg unter Erfolg verbuchen, denn er war der einzige Audi-Pilot, der in die Punkte fuhr.

Mit acht weiteren Zählern auf dem Konto liegt Rockenfeller auf Platz 6 der Fahrerwertung. "Von Startplatz 11 waren meine Erwartungen nicht sehr hoch. Das wechselhafte Wetter hat mir natürlich ein bisschen in die Karten gespielt, aber trotzdem war mein Rennen nicht ganz optimal. Der Schlüssel auf dem Weg nach vorn war die erste Kurve, in der ich bei dem ganzen Gerangel innen heil durchgekommen bin", analysierte Rockenfeller.


Regen führt zu zahlreichen Kollisionen



Ansonsten war es ein rabenschwarzer Tag für den Ingolstädter Autobauer. Der aus der zweiten Reihe gestartete Mattias Ekström wurde von hinten in das Auto seines Vordermanns geschoben und musste seinen Red Bull Audi A5 DTM, der das ganze Wochenende über der schnellste Audi war, bereits nach der ersten Runde mit einer stark beschädigten Frontpartie abstellen. Mit Edoardo Mortara wurde auch der zweitbeste Audi aus dem Qualifying in die Startkarambolage verwickelt. Der Italiener setzte das Rennen am Ende des Feldes zunächst fort, musste nach 41 Runden wegen eines beschädigten Kühlers jedoch vorzeitig aufgeben.

Bitter verlief das Rennen für Rockenfellers Vorgänger im vom Herzogenauracher Maschinenbauer gesponsorten Boliden, Martin Tomczyk, der in der vergangenen Saison die Gesamtwertung für sich entschieden hatte. Der BMW-Fahrer lag lange Zeit in Führung, wurde dann aber auf der letzten von 78 Runden noch vom Jamie Green (Mercedes) abgefangen. Für Green war es nach 2008, 2009 und 2010 der vierte Erfolg am Norisring.

Wie schon im Vorjahr, fiel das Rennen in Nürnberg - erfahrungsgemäß eines der heißesten Rennen des DTM-Jahres - buchstäblich ins Wasser. Die nasse Fahrbahn wurde für einige Piloten zum Verhängnis, es gab zahlreiche Kollisionen. Nur zehn von 18 Fahrzeugen erreichten das Ziel.