Nach zwei Spielzeiten und 76 Partien im Trikot der Höchstadt Alligators wechselt Defensivmann Maximilian Otte für die kommende Saison zum VER Selb, der ebenfalls in der Oberliga Süd antritt. Bei den Wölfen soll der 21-Jährige für ein aggressiveres und körperbetonteres Spiel sorgen.

Ob die Saison 2020/21 wie gewohnt über die Bühne geht, ist ungewiss. Im Corona-Sommer werden ständig alle Planungen umgeworfen. "Unser Ziel ist Platz 10. Aber die Unsicherheit, wann es losgeht, wie die Liga wirklich aussieht und wie viel Budget man zur Verfügung hat, ist ein riesiges Problem", sagt HEC-Spieler und -Teammanager Daniel Tratz, der an der Kaderplanung beteiligt ist. Gleichzeitig biete die Krise Chancen: "Wenn vielleicht nicht alle Teams die Lizenz bekommen, sind wieder neue, interessante Spieler auf dem Markt."

Tratz ist seit 2009 beim Höchstadter EC, mittlerweile in Doppelfunktion. 353 Mal lief er für die Alligators auf. Für die Spielzeit 2018/19 verabschiedete sich der 29-Jährige zu den Mighty Dogs nach Schweinfurt. Nach dieser Auszeit von "seinem" Verein zog es ihn jedoch wieder in den Aischgrund. Nach einigen Wochen, in denen er sich die Mannschaft von der Bank aus anschaute, stand er wieder auf dem Eis und übernahm zusätzlich die Aufgabe des Teammanagers.

"Es gibt nichts Wichtigeres als zu reden", erklärt Tratz. "Im Team hat jeder seine Position und seine Aufgaben, jeder ist wichtig. Wenn man täglich mit den Jungs zusammen und mit dem Vorstand im Austausch ist, bekommt man direkt mit, wo es Unstimmigkeiten gibt. Meistens lassen die sich schnell klären." Der Angreifer kennt den Höchstadter EC so gut, wie kaum ein anderer: "Mit einigen meiner Teamkollegen spiele ich schon sehr lange zusammen, mit manchen bin ich gut befreundet. Gleichzeitig muss ich mich selbst als Spieler kritisch hinterfragen."

Im Endeffekt müsse es zwar um den Erfolg der Mannschaft gehen, doch gerade bei kleinen Vereinen sei das Menschliche sehr wichtig: "Seitdem ich in Höchstadt bin, war der Teamgeist immer der wichtigste Punkt, um erfolgreich zu sein oder wieder in die Spur zu finden, wenn es mal nicht so gut läuft. Den Spaß dürfen wie nie verlieren", fordert Tratz.