Insgesamt 33 Mannschaften gingen beim Gauentscheid des Bayernpokal-Turnwettkampfes am vergangenen Wochenende in Eckenhaid an den Start. Für die TS Herzogenaurach meldete Cheftrainer Peter Müller fünf Teams in den unterschiedlichen Altersklassen, die alle hervorragend vorbereitet, wunderbare Übungen zeigten und bei der starken Konkurrenz je einmal Platz eins, zwei und drei belegten und zweimal auf Rang vier landeten.

Die Jüngsten schon früh hellwach

Bereits um acht Uhr am Morgen standen die beiden jüngsten Mannschaften aus Herzogenaurach mit ihren Betreuern in der Turnhalle und präsentierten sich hellwach. Relativ unaufgeregt spulten Klara Losdorfer, Marlene Winkler, Lena Winkelmann, Mattea Böhme und Amelie Roy, die vor allem von Denise Winkelmann trainiert werden, ihr Übungsprogramm ab und waren den anderen Teams hauptsächlich am Schwebebalken deutlich überlegen.
Von ihrem Selbstbewusstsein zeugt auch, dass sie auch nach der Siegerehrung locker blieben. Auf die Frage von Trainer Peter Müller, dass sie mit diesem Sieg sicherlich nicht gerechnet hätten, antworteten sie kurz und trocken mit "Doch!".
Im Wettkampf der Jahrgänge 2004 und jünger traten acht Mannschaften an und Sania Berschneider, Maile Chan, Emilie Endlich, Lena Brauburger und Fiona Joschko hatten Pech, denn sie landeten mit insgesamt 208,45 Punkten nur 2,75 Punkte hinter den Zweit- und gar nur 0,40 Punkte hinter den Drittplatzierten. Am Sprung und auch am Schwebebalken gehörten sie zu den Besten, wohingegen sie am Boden vor allem im Vergleich zu den anderen ungewöhnlich viele Abzüge bekamen. Dennoch sieht ihre Trainerin Miriam Müller ihre Schützlingen, die mit viel Freude und Eifer bei der Sache sind, auf einem guten turnerischen Weg.

Unangebracht hohe Abzüge

Neun Teams gingen ab Mittag beim Jahrgang 2002/03 an den Start. Hier zählten die Herzogenauracherinnen mit Helena Schwägerl, Caroline Winkler, Melina Winkelmann, Verena Baumann und Chiara Ebner zu den Favoriten. Sie legten am Sprung auch gleich fulminant los, was jedoch von den Kampfrichterinnen, die von den konkurrierenden Vereinen kamen, nicht honoriert wurde. Sie notierten unangebracht hohe Abzüge, die sie bei den nachfolgenden Turnerinnen jedoch nicht entsprechend durchzogen.
Trotz zum Teil sehr guter Übungen auch an den anderen Geräten mussten sich die Herzogenauracherinnen mit ihrer Betreuerin Steffi Hensel letztendlich mit Rang drei zufrieden geben.
Nur ganz knapp an Rang drei vorbei gingen Floriane Protiwa, Anna-Lena Jauernig, Katharina Siebecke-Yrisarry, Carlotta Rörig und Magdalena Edgar im Jahrgangs-Wettkampf 2000 und 2001, die ab 15.30 Uhr ins Wettkampfgeschehen eingriffen. Ihre teils neuen und schwierigeren Übungen zeigten sie schon recht gut und konnten sich so in diesem siebener Feld zur Freude ihrer Trainerin Gunda Schäfer ordentlich behaupten.
Bei den "Ältesten" (Jahrgänge 1996 bis 1999) zeigten Alicia Madlangbayan, Clara Müller, Rica Eckstein, Franziska Jauernig und Miriam Müller zum Teil Übungen von großer Klasse, und wurden mit 258,65 Punkten Zweite hinter den an diesem Tag noch besseren Eckenhaidern. Die anderen beiden Mannschaften lagen weit dahinter. So endete dieser lange Turntag mit der Siegerehrung der Großen um 20 Uhr.
Beim Regionalentscheid am Samstag, 9. November, in Röttenbach, wo es um die Qualifikation zum Landesentscheid geht, kommt es dann erneut zum Duell zwischen Eckenhaid und der TSH sowie den Konkurrenten aus der Oberpfalz. pm