Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Athleten des Leichtathletik-und Sportclubs (LSC) Höchstadt. An drei Schauplätzen feierten die LSCler beachtliche Erfolge. Allen voran Martin Grau, der langsam wieder zu alter Stärke zurückfindet. Bei den mittelfränkischen Crossmeisterschaften in Eckental spielte er über 6430 Meter mit der Konkurrenz Katz' und Maus und gewann überlegen den Titel.


Perfekte Bedingungen in Eckental

Die Bedingungen hätten nicht besser sein können: zum Teil schneebedeckte Strecke, Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und strahlender Sonnenschein. So fanden knapp 300 Läufer ab fünf Jahren den Weg zum 40. Jubiläumscross der LG Eckental. Auch wenn nur wenige Nachwuchsläufer des LSC an den Start gingen, konnten sich deren Ergebnisse sehen lassen. Tim Freudenberger belegte in der Klasse M10 den zweiten Platz über 1430 Meter. Jari Geißler (M12) belegte Platz 3 über 1900 Meter in der Kreiswertung, Gabriel Götz kam in der M13 auf Platz 5 ins Ziel.

Ali Mohsenni (U18) absolvierte seinen ersten Wettkampf überhaupt. Der sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtling belegte in der Bezirkswertung über 3500 Meter Platz 8 und im Kreis Platz 2. Sein Meisterstück lieferte Theo Schell in der U20 ab. In der ersten Runde ließ er es locker angehen, machte auf den letzten 500 Metern aber ernst und siegte mit zwölf Sekunden Vorsprung souverän. Trainer Markus Mönius sah dieses Rennen als "Warmup" und meldete den sympathischen Hindernisläufer zusätzlich für das U23-Rennen über 6340 Meter.

Das mit über 70 Läufern starke Hauptfeld wurde schnell von Martin Grau in die Länge gezogen. In der zweiten Runde nahm er etwas Tempo heraus, so dass die Verfolgergruppe aufschließen konnte. Eine bewusst gewählte Taktik, um das Stehvermögen des 2016 von einer Schwächephase zurückgeworfenen Athleten zu testen. Dieses scheint er, sich im Trainingslager in Portugal erarbeitet zu haben, denn auch wenn es ihm noch an Kraft fehlt, holte er in der Schlussrunde mit einer Tempoverschärfung noch sage und schreibe zwölf Sekunden Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Jürgen Wittmann vom LAC Quelle Fürth heraus.

Im Ziel musste er nicht lange auf seinen jungen Teamkollegen Schell warten. Dieser zeigte mit Gesamtplatz 5 und Silber in der U23 ein weiteres starkes Rennen und scheint, bestens vorbereitet zu sein auf die 3000 Meter bei den bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth am kommenden Wochenende. Bereits eine Woche zuvor hatte er bei den "Nordbayerischen" seine Bestzeit über 1500 Meter auf 4:03,14 Minuten (Platz 3) gedrückt. Ein Start der Höchstadter Mannschaft platzte, da U23-Läufer Brian Weisheit Probleme mit der Achillessehne hatte. Hartmut Grau (M55) ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Sohn an der Startlinie zu stehen. Mit Platz 6 war er ohne Spikes auf der schneeglatten Strecke zufrieden.


Jugend in München am Start

Einen Tag zuvor hatten zwei Nachwuchsathleten des LSC an den bayerischen U20/U16-Hallenmeisterschaften in München teilgenommen. Leon Peter (U16) kam in Bestzeit von 7,97 Sekunden über 60 Meter auf Gesamtplatz 14. Hanns-Peter Wirth (U20) lief zum ersten Mal über 60 Meter und erreichte in 7,50 Sekunden Rang 16. Besser lief es für ihn über 200 Meter. In 23,85 Sekunden qualifizierte er sich für das B-Finale, in dem er Sechster wurde.

Einen starken Einstand feierte Martin Graus Zwillingsbruder Bastian in der Hallensaison der amerikanischen Universitäten. Nach Testläufen über 800 (1:56,84 Minuten) und 3000 Meter (8:36,19) nahm er erstmals die für Europäer ungewohnte Meile (1609 Meter) in Angriff. In einem starken Feld aus Läufern der Division I und II kam er in 4:08,38 Minuten als Sechster ins Ziel und führt die Bestenliste der USA in der Division II an. In den kommenden Wochen wird er bei hochklassigen Meetings über die Meile und 3000 Meter antreten. moe