Letztendlich gewannen die Longhorns mit 82:78, haben somit nun 8:4 Siege in der Bilanz stehen und belegen damit den fünften Tabellenrang. Die Weidener sind weiterhin in größten Abstiegssorgen, denn mittlerweile stehen sie bei 1:11 Siegen und rangieren auf dem vierzehnten und damit letzten Platz im Tableau.

Coocoon Baskets Weiden - TS Herzogenaurach 78:82

"Wir haben heute bewiesen, dass wir auch auswärts mit viel Herz und Leidenschaft spielen können. Insbesondere Christian Imberi hat heute einen überragenden Job in der Verteidigung abgeliefert, indem er am Ende Darron McDuffie komplett aus dem Spiel genommen hat. Dennoch war die entschlossene Mannschaftsleistung heute der entscheidende Faktor", so Trainer Peter Simon. Das Team müsse den Schwung jetzt in das Heimspiel gegen Tabellenführer Bayern München mitnehmen.

Ins erste Viertel starteten die Longhorns mit einer hohen Trefferquote. Christian Imberi traf gleich zwei Dreier. Markus Person zog mit all seiner Dynamik zum Korb und verwandelte dort mit höchster Eleganz gegen die anderen heranstürmenden Weidener Verteidiger, die noch das Schlimmste verhindern wollten. Doch gegen die Raffinesse eines Markus Person war kein Kraut gewachsen, und so setzten sich die Herzogenauracher bis zur fünften Spielminute auf 17:12 ab.

McDuffie hält Weiden im Spiel

Doch nun kam der Oberpfälzer Aufbauspieler Darron McDuffie (20 Punkte) immer besser in die Partie. Durch sein hohes Tempo verschaffte er sich immer wieder Platz und verwertete die so entstehenden Möglichkeiten. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Hin und Her und zur Viertelpause führten die Aurachstädter mit 29:24.
Im zweiten Viertel fanden weiterhin beide Mannschaften wenige Möglichkeiten, den Angriffsfluss des Gegners zu stoppen, und so sahen die Zuschauer ein High-Scoring-Game, das bedeutet ein Spiel mit hoher Punktausbeute. Julian Patton, Toni Donhauser und Adrian Dlugosch übernahmen nun für die TSH die Freude am Punkten und zeigten, dass die Bankspieler der TSH zu den besten der Liga gehören. Dazu traf Benno Schüpferling in der sechsten Spielminute einen wichtigen Dreier, als gerade die Weidener einen leichten Aufwärtsschub hatten - so konnten die Longhorns den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 54:44 ausbauen. Im dritten Viertel erlagen die Herzogenauracher für kurze Zeit ihrer eigenen Hybris, ließen etwas in der Intensität nach und die Weidener nutzten dies geschickt aus. Jetzt fanden sie immer wieder den besten Oberpfälzer Remigijus Untulis, der in diesem Viertel zwölf seiner 19 Punkte auflegte und so die Seinigen Punkt um Punkt heran brachte. Das Problem der Herzogenauracher mit Untulis war, dass der 2,05 Meter große Litauer sowohl aus der Mitteldistanz als auch in direkter Korbnähe abschloss - und man ihm so kaum alle Optionen nehmen konnte.
Nach fünf Minuten hatten die Weidener den 63:63 Ausgleich erreicht und die TSH nahm eine Auszeit. Danach schafften sie es wieder, sich zu sammeln und das Energielevel wieder höherzuschrauben und das Spiel offen zu gestalten. Dennoch konnten die Gastgeber auf 66:62 bis zur Viertelpause herankommen.

Spannend bis zum Schluss

Im letzten Viertel entwickelte sich eine hoch spannende Partie, in welcher keiner der beiden Kontrahenten sich entscheidend absetzen konnte. Half-Man-Half-Amazing Monty Rogers donnerte jetzt einen krachenden Dunking durch die Reuse und legte dann noch zweimal per Korbleger nach, doch auf der anderen Seite traf Vladimir Krysl zwei Dreier und hielt seine Recken im Spiel. Dennoch konnte die TSH zwei Minuten vor Ende mit acht Punkten in Front gehen. Doch die Weidener kamen durch einen weiteren Dreipunktwurf von Krysl und einen Mitteldistanzwurf von McDuffie wieder auf drei Punkte heran.
30 Sekunden vor Schluss hatten die Gastgeber nochmal den Ball und damit die Chance, auszugleichen, aber Untulis traf den gut verteidigten Drei-Punkte-Wurf nicht, und Herzogenaurach gewann die Begegnung letztlich verdient mit 82:78.