"Das war ein extrem wichtiger Sieg. Wir könne jetzt ohne Druck in die letzten Spiele gehen, da Leipzig drei seiner letzten vier Spiele gewinnen müsste, um uns noch einzuholen. Wir haben heute ein sensationelles Spiel gezeigt und endlich das nötige Glück auf unsere Seite gehabt" erklärten das TSH-Trainerduo Angelos Plantzas und Peter Simon nach dem Spiel. Davor hatten die Longhorns sich gegen den Aufstiegsaspiranten durch gesetzt, der allerdings kurzfristig auf seine beiden Topscorer, Pavel Novak und Justin Smith, verzichten musste, die sich im Abschlusstraining verletzt hatten. Mit dieser Niederlage hat sich Weidens Traum vom Sprung in die höhere Liga endgültig erledigt.

TS Herzogenaurach - Cocoon Baskets Weiden 86:83


Denn die Oberpfälzer legten stark los und gingen durch Michael Rolinek (22 Punkte) nach sieben Minuten mit 16:6 in Führung. Nach einer Auszeit kam die TSH besser ins Spiel und vor allem der überragende Mike Kaiser (28) tat sich hervor und so stand es zur Viertelpause nur noch 16:22. Im zweiten Durchgang legten die Herzogenauracher eine Schippe drauf. In der Verteidigung erkämpften sich Sebastian Schiele, Frederik Simon und Fritz Lösel etliche Bälle und vorne sorgte Markus Person (16) in Kooperation mit Benedikt Aumeier (10) für Punkte.
So gingen die Aurachstädter nach 15 Spielminuten erstmals in Führung, als Rajiv Althaus zum 30:28 einnetzte. Das Spiel wogte nun hin und her, wobei bei den Gästen vor allem Marko Miklos (26) Akzente setzte. Doch die TSH hielt die Führung bis zur Halbzeitpause (44:41).
In die zweite Hälfte starteten die Longhorns schlecht. Vorne vergaben sie freie Schüsse und rannten im Anschluss zu langsam in die Verteidigung zurück, so dass Weiden einige Fast-Breaks gelangen. Dadurch lag der Tabellendritte schnell wieder mit 52:48 in Front. Doch die Herzogenauracher fingen sich wieder, schlugen zurück und gingen mit einer 60:59-Führung in die Viertelpause.
Den Schwung nahmen die Longhorns mit. Sie stellten sich perfekt auf das Spiel des Gegners ein und vorne avancierten Mike Kaiser und Markus Person zu Punktgaranten. Zwei Minuten vor Schluss schien das Spiel gelaufen. Die Longhorns führten mit 80:67. Doch wie aus dem Nichts trat Marko Miklos in Erscheinung netzte drei Dreier in Folge ein und das Spiel wurde noch mal knapp: 15 Sekunden vor Spielende stand es nur noch 86:80 für Herzogenaurach. Doch der vierte Dreier von Miklos war nur noch etwas Ergebniskosmetik.