Die dort ansässigen Baskets müssen sich nach der Niederlage endgültig mit dem Abstieg abfinden, da sie in den vier ausstehenden Spielen keine Möglichkeit mehr haben, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Die Longhorns können in Sachen Klassenerhalt hingegen aufatmen, da voraussichtlich nur eine Mannschaft absteigen wird.


München Basket - TS Herzogenaurach 47:81

"Nachdem wir uns in der Hinrunde noch oft selbst im Weg standen und Schwierigkeiten hatten, uns dem Tempo und der Körperlichkeit in der Regionalliga anzupassen, haben unsere jungen Spieler in der Rückrunde einen großen Sprung nach vorne gemacht und verdient den Klassenerhalt gesichert", sagte ein erleichterter Mario Dugandzic, der jetzt sogar einen einstelligen Tabellenplatz anpeilt.

Das Spiel in München ist relativ schnell erzählt, denn die TSH war gegen deutlich gezeichnete Landeshauptstädter, die
sich offensichtlich schon mit ihrer Situation abgefunden hatten, durchweg dominierend. Schon zu Beginn der Partie spielten sich die Aurachstädter einen Vorsprung heraus, indem sie immer wieder Monty Rogers unter dem Korb suchten, wo der spätere Topscorer mit all seiner Routine seine überforderten Gegenspieler ausspielte und so acht seiner 19 Punkte im ersten Viertel erzielte. Haris Hujic traf dazu noch aus der Ferndistanz, sodass sich die Gäste schon zur ersten Pause auf 24:13 absetzten.

Im zweiten Viertel zogen die Longhorns die Zügel auch in der Verteidigung an und die Münchner fanden keinen Weg, um konstant zu Punkten zu kommen. Auch ihr bester Schütze, Sebastian Ebertz, der 18 Punkte auflegte, konnte nichts daran ändern, dass die Seinigen in diesen zehn Minuten nur zu acht Zählern kamen. Dies lag insbesondere daran, dass das starke Centerduo Willy Inkulu und Braslav Turic die Zone dicht machte und alles abräumte, was in Richtung Korb der TSH kam. Vorne übernahm Kapitän Mike Kaiser die Punkteproduktion zum 42:21-Halbzeitstand.


Partie zur Halbzeit entschieden

Eigentlich war das Spiel schon gelaufen, denn die Oberbayern wirkten nicht so, als ob sie versuchen würden, ihr Schicksal zu wenden. Die Aurachstädter ließen nach der Pause keinen Zweifel aufkommen, dass sie den Sieg mit nach Hause nehmen wollten. Inkulu hämmerte vorne einen mächtigen Dunking durch die Reuse. Hinten eroberten Marcel Koulibaly und Markus Person die Bälle, die Matthew Meredith und Turic in Punkte umsetzen. So zogen die Herzogenauracher vor dem Schlussabschnitt auf 61:34 davon.

Das letzte Viertel war ein reiner Verwaltungsakt, da die TSH alle Spieler einsetzte und der Spielfluss etwas zum Stocken kam. Die Baskets konnten und wollten aber auch nichts mehr am Spielausgang ändern und so plätscherte das Spiel vor sich hin. Erwähnenswert war lediglich ein Dunking des wiedererstarkten Rogers, der in den vergangenen drei Spielen so wirkte, als wäre er in einen Jungbrunnen gefallen.


Jetzt geht's erst richtig los

Schließlich gewannen die Longhorns mit einer starken Leistung gegen völlig überforderte Münchner mit 81:47. "Wir können jetzt schon stolz auf diese Saison sein, da wir mit Abstand das jüngste Team der Liga stellen und dafür recht ordentlich stehen", bilanzierte Dugandzic.

Allerdings gehe es für seine Mannschaft jetzt erst richtig los, da es insbesondere um die Entwicklung der jungen Spieler geht und diese noch lange nicht beendet ist. Und um einen einstelligen Platz. "Schaffen wir dies, dann haben wir die Saison weit über Soll abgeschlossen", sagt der Longhorns-Coach.
TSH: Rogers (19), Hujic (16), Inkulu (12), Kaiser (12), Turic (10), Koulibaly (5), Meredith (5), Person (2), Ghotra, Kamdem, Teka