Der FC Herzogenaurach hat sich für den SC Feucht als Stolperstein erwiesen: Die Pumas holten einen Punkt gegen den Aufstiegskandidaten, mit weniger Pech wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen.

Landesliga Nordost

FC Herzogenaurach - SC Feucht 2:2

Nach und nach brach dem FC Herzogenaurach die zentrale Achse weg. Zuerst musste sich Spielertrainer Jakob Karches aufgrund von Knieproblemen auswechseln (22.), ihm folgte Jochen Staniszewski mit einer Platzwunde (37.) und letztlich fiel Michael Thomann angeschlagen aus (57.). Bis zur Thomann-Auswechselung führte der FCH mit 1:0. In einer müden Begegnung bei warmen Temperaturen warf Eric Stübing einen Einwurf in den Sechzehner zu Marco Amling, der sich um seinen Gegner drehte und zum 1:0 ins lange Eck vollstreckte (44.). Bis dahin waren die Gäste aus Feucht eigentlich das bessere Team und wurden eiskalt erwischt.

Als Martin Nahr nach der Pause im gegnerischen Sechzehner auftauchte, wurde er im letzten Moment von Torwart Andreas Sponsel gestoppt (46.). "Den Ausgleich haben wir leider in Unterzahl bekommen, weil wir schon dreimal verletzungsbedingt gewechselt hatten und ein weiterer Spieler raus musste, da er sich zwei-, dreimal übergeben hat", haderte Karches. Der eingewechselte Luigi Scarcella hatte irgendetwas nicht vertragen. In dieser Phase drehte der regionalligaerfahrene Fabian Klose auf und schoss aus 18 Metern zum 1:1 ein (71.), ehe er Felix Spielbühler 60 Sekunden später mit einem Diagonalball in Szene setzte und dieser zum 1:2 verwandelte (72.).

Herzogenaurach reagierte mit einem fast unmöglichen Treffer von Kevin Rockwell, der von der Grundlinie aus spitzem Winkel aufs Tor schoss. Der Ball rutschte durch die Arme des Torhüters zum 2:2 in die Maschen (75.). "Wenn man bedenkt, was meine Jungs trotz unserer Ausfälle geleistet haben, dann war das Unentschieden auf jeden Fall verdient. Insgesamt finde ich sogar, dass wir die bessere Spielanlage hatten", sagte Karches.uwke

FCH: Gumbrecht - Karches (22. Reinhardt), Geinzer, Staniszewski (37. Scarcella), Thomann (57. Göller), Stübing, Rockwell, Amling, Schmitt, Nahr, Jassmann

Baiersdorfer SV - SG Quelle Fürth 0:2

Nach einem Fehler der Hausherren im Aufbauspiel erkämpfte sich Emre Uluca den Ball und versenkte ihn per Distanzschuss im linken Eck (7.). Der Gastgeber spielte trotz des Rückstandes weiter munter mit und kam durch den Fernschuss von Christoph Lehmann zur nächsten Torchance, doch SG-Keeper Markus Kredel entschärfte den Versuch souverän (16.). Im Verlauf der ersten Halbzeit verflachte die Partie ein wenig und beide Teams spielten sich keine großen Chancen heraus.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die erste gute Möglichkeit, aber Dickson Abiama scheiterte mit seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz am Keeper (48.). In der Folge wurde Fürth aktiver und erhöhte die Führung durch einen Kopfballtreffer von Christopher Meier auf 0:2 (56.). In der Nachspielzeit kam es zu einer Rudelbildung in der Hälfte der Baiersdorfer, in deren Verlauf BSV-Verteidiger Nicolas Schwab für eine Tätlichkeit die Rote Karte sah (90+2.).

"Wir haben heute verdient verloren", sagte BSV-Trainer Thomas Luckner. "Wir konnten in der ersten Halbzeit den frühen Rückstand nicht verhindern, haben uns aber in der Folge gute Chancen herausgespielt, die wir leider nicht nutzen konnten. Das gleiche Bild konnte man in der zweiten Halbzeit beobachten. Am Ende bin ich zwar zufrieden, dass wir uns einige gute Chancen herausgespielt haben, aber wir nehmen nichts Zählbares mit." ffr

BSV: Fieber - Wegner (64. Reinhardt), Lee, Hofmann, Lehmann, Grabert (64. Eismann), Kraus, Geier (46. Weiler), Joachim, Ramic, Schwab

Bezirksliga Mittelfranken Nord

ASV Weisendorf - Cagrispor Nürnberg 1:1

Die Gäste aus Nürnberg hatten einen Traumstart in die Partie: Nach einem Ballverlust der Weisendorfer schalteten sie blitzschnell um und kombinierten sich in den Strafraum, wo Okcan Tekdemir seinen Gegenspieler austanzte und den Ball ins lange Eck schob (3.). Der Ausgleichstreffer durch Manuel Wild wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (10.). Nach einer guten Viertelstunde schlug Andreas Schmidt einen Freistoß von der Mittellinie in den Gästestrafraum, wo der Ball gegen die Hand eines Nürnbergers sprang. Den berechtigten Strafstoß verwandelte Julian Hendel (18.).

Zum Ende der Partie wurde es nochmal spannend, aber auch der Treffer von ASV-Akteur Bastian Lange wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (89.). "Cagrispor hat heute dominant agiert und war von Beginn an die bessere Mannschaft. Der Gegner hatte heute circa zehn Chancen, wir dagegen die beiden Abseitstore. Es war insgesamt kein gutes Spiel und man hat gemerkt, dass die Kräfte bei beiden Teams nachließen", bilanzierte ASV-Abteilungsleiter Norbert Kreiner. ffr

ASV: Zwingel, Hendel, Geyer, Schmidt, Ruppert, Lange (80. Maier), Wild, Adler (69. Pusnik), Mehnert, Pilz, Fahrian (60. Scharschmidt)