Vier Athleten des TSV Höchstadt gingen bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf an den Start, die am Wochenende in Ohrdruf ausgetragen wurden. Bei sehr guten Außenbedingungen (trockenes Geläuf ohne Matsch) entwickelte sich über 6,4 Kilometer ein anspruchsvolles U20-Rennen, an dem die Höchstadter Konstantin Wedel und Jan Budde teilnahmen. Nach einem fulminanten Start (laut Stadionsprecher wurden die ersten 200 Meter in 26 Sekunden gesprintet) setzte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe ab, in der auch Wedel dabei war.
Das Tempo war enorm hoch. Bedingt durch seine Erkältung konnte Wedel dieses nur bis etwa zur Hälfte mitgehen, dann zog sich die Spitzengruppe ziemlich weit auseinander. Ganz vorne setzte sich der Afrikaner aus Frankfurt, Homiyu Tesfaye Heyi, entscheident ab, dahinter lief Jonas Koller (Regensburg) ein hervorragendes Rennen und ließ Hendrik Pfeifer (Rhede) keine Chance auf Platz 2.

Buddes Kampf wird nicht belohnt


Konstantin Wedel kämpfte vorbildlich und kam nach 21:29 Minuten schließlich als Elfter von 76 Finishern mit 62 Sekunden Abstand auf den Sieger ins Ziel. Mit dieser Leistung durfte er zufrieden sein. Jan Budde war von weit hinten gestartet und hatte sich bis zur dritten Runde einen guten Mittelfeldplatz erkämpft, rutschte dann mit einer Zeit von 22:59 Minuten jedoch noch auf Rang 43 ab und konnte sein Privatduell mit dem Fürther Arthur Voigt (37.) erneut nicht für sich entscheiden.
Über perfekte Laufbedingungen freuten sich auch Marco Kürzdörfer und Tobias Budde, die beim Rennen der Männer über 4,1 Kilometer an den Start gingen. Die anspruchsvolle Strecke führte bei sieben Grad Außentemperatur und trockenem Wetter über eine feste Wiese hatte drei knackige Anstiege, drei recht hohe Holz-Hindernisse, es gab Gräben, sandige Abschnitte und einen kleinen Fluss, den es zu überqueren galt. Weil 130 Läufer am Start waren, herrschte zu Beginn großes Geschubse und Gedränge.

Ein Rennen ohne Überraschung


Das wurde Tobias Budde zum Verhängnis. Er hatte ein hohes Tempo vorlegen wollen, kam auf dem engen Parcours aber nicht an der Konkurrenz vorbei, um zu Kürzdörfer aufschließen zu können. An besonders engen Stellen oder vor Ansteigen herrschte oft so großes Gedränge, dass die Läufer fast nur noch gehen konnten. Und so brauchte Budde für die 4100 Meter 13:48 Minuten und kam als 50. ins Ziel.
Etwas besser lief es für Kürzdörfer, der nach einem überraschungsarmen Rennen im Schlussspurt noch vier Konkurrenten überholen konnte und 54 Sekunden hinter dem Sieger in 13:22 Minuten finishte. Das bedeutete Platz 29, mit dem der Höchstadter nicht ganz zufrieden war: "Insgesamt bin ich nicht sehr schnell gelaufen. Mit mehr Motivation und der richtigen Einstellung hätte ich bestimmt noch ein paar Sekunden herausholen und zwei bis drei Plätze gut machen können", gab der 19-Jährige zu.