Mit je vier Mal Gold und Bronze sowie zwei Silbermedaillen stiegen die Leichtathleten der Turnerschaft Herzogenaurach sehr erfolgreich in die Hallensaison ein. Bei den Nordbayerischen Meisterschaften der Erwachsenen und U18, die in der Fürther Quelle-Halle über die Bühne gingen, beherrschten sie den weiblichen Dreisprung komplett mit Siegen von Katharina Schreck bei den Frauen, Anna Dupke (U20) und Isabel Kraus (U18). Hinzu kam der klare Erfolg von Timo Kaufmair über die 60 Meter Hürden bei den Männern.

In seinem ersten Erwachsenenjahr hat sich Timo Kaufmair gleich hohe Ziele gesetzt. Er möchte gerne die Qualifikationszeit von 8,30 Sekunden für die Deutsche Meisterschaft erreichen, die Ende Februar in Dortmund stattfindet. In seinem Debütwettkampf über die 1,06 Meter hohen Männerhürden sprintete er mit 8,41 Sekunden eine tolle Zeit und war der Konkurrenz eine halbe Sekunde voraus.

Trainer Peter Müller traut ihm durchaus zu, am kommenden Wochenende bei den Bayerischen Titelkämpfen in München die Norm zu knacken. In seinem Sog liefen Adrian Taylor als Dritter in 9,19 Sekunden sowie Simon Dummer als Vierter in 9,35 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit. Über 200 Meter gelang Kaufmair ebenfalls eine neue Bestzeit, mit 22,72 Sekunden wurde er Vierter. In der Besetzung Adrian Taylor, Peter Kreiner, Andre Zahl und Timo Kaufmair belegte die TSH in der 4x200-Meter-Staffel trotz schlechter Wechsel in 1:35,95 Minuten Rang 3.

DM-Norm ist in Reichweite

Bei den Frauen trat Katharina Schreck diesmal nur im Dreisprung an und war erwartungsgemäß nicht zu schlagen. Wie immer beim ersten Saisonwettkampf stimmte das Timing im Anlauf noch nicht so ganz, weshalb sie sich bei nur zwei gültigen Versuchen mit 12,33 Meter zufrieden geben musste. Nächste Woche in München soll es dann aber weiter gehen und die DM-Norm von 12,40 Meter abgehakt werden.

Anna Dupke gewann souverän die Altersklasse U20 mit guten 11,71 Metern. Auch sie würde gerne zur DM fahren (für die Jugend Mitte Februar in Halle) und muss dazu am kommenden Wochenende noch 14 Zentimeter drauflegen.

Den Dreisprung-Erfolg komplett machte Isabel Kraus bei der U18. Mit nur zwei Zentimetern unter ihrer Bestleistung aus dem vorigen Jahr siegte sie überlegen mit 10,73 Metern. Auch sie wird nächste Woche in München an den Start gehen und versuchen, die Elf-Meter-Marke zu knacken. Über die Hürden kam sie nach 9,56 Sekunden im Vorlauf mit 9,42 Sekunden im Finale auf Rang 3.

Diesen Endlauf erreichte auch Julia Gronau, in dem sie sich im Vergleich zum Vorlauf um eine Zehntelsekunde auf 10,09 Sekunden verbesserte und sich über Rang 7 freute. Motiviert durch diesen überraschenden Erfolg lief sie anschließend ein starkes 800-Meter-Rennen. Von Anfang an in der Spitzengruppe dabei, überholte Julia auf der Zielgeraden noch eine Konkurrentin und wurde Zweite (2:25,36).

Überraschende Disqualifikation

Ordentliche 11,73 Meter im letzten Versuch mit der Kugel brachten Kathrin Schmidt auf Rang 3 bei den Frauen und über 60 Meter Hürden landete sie nach hervorragendem Start mit 9,61 Sekunden auf Platz 4. Bei den männlichen U18 mussten die allesamt dem jüngeren Jahrgang angehörenden TSH-Athleten etwas Lehrgeld bezahlen. Im Kugelstoßen wurde Nico Kaufmair Fünfter (12,72 Meter), Marc Hoseus folgte als Achter (11,97). Im Hürdensprint war für Falk Töpperwien (9,98s), Marc Hoseus (10,14s), Bastian Dittrich (10,15s) und Lars Meschede (11,19s) nach dem Vorlauf Schluss. Etwas ärgerlich war die Disqualifikation der 4x200-Meter-Staffel. Ein junger und übermotivierter Kampfrichter sah einen Fehlstart des Herzogenauracher Startläufers Nico Kaufmair, was die meisten Akteure und Zuschauer doch sehr überraschte. pm