Nach einer sehr ordentlichen Vorbereitung hatte sich der HV Herzogenaurach für das Bezirksliga-Derby mit dem HC Erlangen IV viel vorgenommen. Doch bereits vor Anpfiff wurde klar, dass das schwer werden würde, da die Gäste ihr Team mit Spielern aus der dritten Männermannschaft und dem A-Jugend-Bundesligateam verstärkten.

HV Herzogenaurach - HC Erlangen IV 24:35

Die Anfangsphase begann trotz allem vielversprechend. Aus einer kompakten Deckung heraus wurden die Gäste früh aggressiv attackiert. Das Umschalten auf die Offensive passierte mit viel Tempo und durch klare Angriffsaktionen versuchten die Hausherren, Lücken in das Abwehrbollwerk der Erlanger zu reißen.

Doch trotz einer 3:2-Führung war schnell klar, dass die Truppe von Trainer Florian Schindler den Gästen einfach nicht gewachsen war. Nach dem Ausgleich zum 3:3 erhöhte der HC das Tempo und wartete auf sich bietende Möglichkeiten. Bei den Hausherren hingegen kam Sand is Getriebe. So häuften sich Ballverluste und immer öfter scheiterten die Spieler am gut aufgelegten Erlanger Torhüter. So zogen die Gäste auf 3:7 davon, dominierten weiter und führten zur Pause mit 15:10.

Doch auch danach blieben die Unistädter am Drücker und die HVH'ler konnten meist nur zuschauen wie sie zum Torerfolg kamen. Über 10:17 erhöhten die Gäste den Abstand bis auf 13:21. Doch gegen Mitte der zweiten Halbzeit ging noch mal ein Ruck durch die Mannschaft aus der Schuhstadt, die auf 16:21 verkürzte und in der Folge weiter Paroli bot. Beim Stand von 18:22 hatten die Hausherren die Chance, den Rückstand per Siebenmeter auf drei Tore zu verringern und die Partie noch einmal spannend zu machen. Doch die Herzogenauracher scheiterten an ihren eigenen Nerven und vergaben diese Gelegenheit, was der HCE gleich mit dem 18:23 bestrafte.

Was die zahlreichen Fans in der Sporthalle am Burgstaller Weg danach zu sehen bekamen, war pure Resignation überforderter Gastgeber. Der HC Erlangen überrannte die Defensive des HV Herzogenaurach förmlich und führte die Spieler von Florian Schindler regelrecht vor. Der HVH hatte in den letzten 15 Spielminuten der vierten Mannschaft aus Erlangen einfach nichts mehr entgegen zu setzen. So zogen die Gäste Tor um Tor davon und feierten letztendlich einen Kantersieg. Nach dieser ersten Heimspiel-Niederlage seit Vereinsgründung verabschiedet sich der HV Herzogenaurach wohl endgültig aus dem Rennen um den direkten Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Für den HVH spielten: Kanka, Kreuzer - Reichelsdorfer (1), Rothe (6/1), Fath (1), Janson (1), Zahn (2), Scholz (1), Schöne (2), Petko (6), Stöhr (4), Friedrich, Stiegler, Steinlein