NiederlindachZu gerne hätten die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach im ersten Heimspiel der neuen Saison in der Bezirksoberliga einen Sieg gefeiert. Gegen den TV 1861 Altdorf, letztähriger Drittplatzierter, endete das Spiel allerdings, trotz starker 45 Minuten, mit 25:25 (15:9).

Bezirksoberliga Ostbayern

HSG Erl./Niederlindach - TV 1881 Altdorf 25:25

Ohne die erkrankten Spieler Tobias Wilferth und Josef Stübinger und die verhinderten Maximilian Willert, Kevin Gumbert und Ferdinand Brunner war klar, dass es gegen die ausdauerstarken Altdorfer nicht einfach werden würde. HSG-Trainer Klaus Watzinger war gezwungen, den erst in der Woche ins Training eingestiegenen Marco Loncar (zuvor Außenbandriss) sowie Rainer Rowold aus der zweiten Mannschaft in den Kader zu berufen.

In zehn starken Anfangsminuten setzten sich die Hausherren dennoch schnell auf drei Tore ab und erspielten sich durch lange Angriffe eine 6:3-Führung. Kreisläufer Björn Hauer trug sich in den ersten fünf Minuten gleich zweimal in die Torschützenliste ein. In der Defensive ging man den Gegner von Beginn an aggressiv und offensiv an, was den Spielfluss der Altdorfer während der gesamten ersten Halbzeit zunichtemachte. Auch wegen des gut aufgelegten Torhüter Lukas Hückel stand es zur Pause 15:9.

Dank guten Teamspiels im Angriff und einer zumindest phasenweise stabilen Abwehr schien die HSG einen klaren Sieg herauszuspielen. In der 47. Minute betrug die Führung immern noch sechs Tore. Was dann folgte, war ein Totalausfall der Niederlindacher. Beherzteres Zupacken der Gäste in einer offensiveren Abwehrausrichtung mit Manndeckung brachte die HSG ins Straucheln. Es häuften sich Fehlpässe, schnelle Abschlüsse und Aluminiumtreffer.

Hinzu kam eine schwache Defensive, die dem Gegner stets nach wenigen Sekunden die Chance auf den Torwurf gewährte. Die Altdorfer verkürzten so zwischenzeitlich auf vier Treffer und in den letzten fünf Spielminuten folgte ein 4:1-Lauf der Gäste. Altdorf kam bis zum regulären Spielende auf ein Tor heran. Ein nach Spielschluss direkt verwandelter Freiwurf besiegelte das Unentschieden, mit dem die Erlanger nicht zufrieden sein können.

Für Trainer Watzinger gilt es nun, Ursachen für diesen Blackout auszumachen und mit der Mannschaft die richtigen Schlüsse zu ziehen. Immerhin gibt es bei drei von vier möglichen Punkten aus zwei Spielen sowie starken 45 Minuten im ersten Heimspiel der Saison nicht nur Negatives zu besprechen.

me HSG: Hückel, Käppner - Erhardt (5), Gilg (1), Hauer (2), Laubmann (3), Loncar (2), Rowold (n.e.), Schmieding (7/2), Sackmann, Stübinger (5)