Die Bezirksoberliga-Handballer HSG Erlangen/Niederlindach verlieren nach großem Kampf knapp gegen den Meister und stehen nach den Ergebnissen aus den anderen Hallen auf einem Abstiegsrang. Nur wenn Cham der Klassenerhalt gelingt, kann die HSG noch den Abstieg verhindern.

SG Regensburg -
HSG Erl./Niederl. 35:32

Nach der unglücklichen Niederlage gegen den OG Erlangen ging es für die HSG zum Meister nach Regensburg. Keine leichte Aufgabe, da den Niederlindachern nur ein Punktgewinn im Abstiegskampf helfen konnte. Die Tabellensituation war denkbar eng: Gleich vier Mannschaften plagten akute Abstiegssorgen. Neben der HSG hatten auch Altdorf und der ESV Regensburg 19 Zähler auf der Habenseite, wobei die Altdorfer mit dem Vorletzten aus Neunburg das leichteste Los hatten. Der ESV musste hingegen zum Tabellendritten aus Neutraubling.


Während der SG Regensburg vor dem Anpfiff schon die Meisterurkunde überreicht wurde, galt es nun für die HSG die große Herausforderung anzunehmen und das Möglichste zu tun, um nicht den Gang in die Bezirksliga antreten zu müssen. Und gleich im ersten Angriff zimmerte Gottesbüren den Ball in den Winkel des gegnerischen Kastens und begann damit den Torreigen in der ersten Halbzeit. Dabei zeigten sich beide Mannschaften motiviert und erfolgreich im Abschluss, sodass es nach zehn Minuten bereits 6:6 stand.

Anschließend konnte sich die SG ein wenig absetzen, da sich nun bei den Erlangern im Angriff Fehler häuften. In der 20. Minute gelang den Gastgebern dann die erste Drei-Tore-Führung zum 13:10. Doch nun stabilisierte sich die HSG-Abwehr, und mit drei Treffern in Folge egalisierte das Team den Rückstand. Zwei sehenswerte Treffer durch Stübinger beendeten den ersten Durchgang, und mit 16:16 ging es in die Kabine.

Nach der Pause ließen die HSG-Herren den Gegner zu einfachen Treffern kommen, während sie im Angriff selbst aussichtsreiche Chancen ungenutzt ließen. Ein 6:1-Lauf der Gastgeber war die Folge, lediglich Schmieding zeigte sich effektiv im Abschluss und hielt die HSG in Schlagdistanz (23:20, 43. Minute).

Regensburg zieht davon

Doch in Unterzahl musste man die Regensburger erneut auf fünf Treffer ziehen lassen, sodass man neun Minuten vor dem Ende in die offene Manndeckung wechselte, um schnelle Treffer zu erzielen. Allerdings antworteten die Regensburger auf Tore der HSG meist im direkten Gegenzug. Und auch drei Minuten vor dem Schluss hatte der Drei-Tore-Rückstand noch Bestand.

Erneut legten die Regensburger vor, doch Gottesbüren und Forstner brachten die HSG mit einem verwandelten Tempogegenstoß noch einmal auf zwei Treffer heran. Doch das war zu wenig, um in den verbleibenden Sekunden noch etwas Zählbares für die HSG herauszuholen.

Der letzte Treffer des Tages gehörte dann auch dem Meister aus Regensburg, sodass sich die Mannschaft der HSG am Ende mit 35:32 geschlagen geben musste.

Nach dem Abpfiff wartete die Mannschaft auf die Ergebnisse aus den anderen Hallen - und war enttäuscht. Denn alle direkten Konkurrenten gewannen ihre Spiele, sodass die HSG die Saison auf Rang 10 und damit dem ersten Abstiegsplatz beendet.
Trotzdem hat die Mannschaft noch eine kleine Chance die Klasse zu halten, wenn der ASV Cham in der Landesliga den Klassenerhalt schafft. Trotz der unglücklichen Lage, musste die Mannschaft aufgrund der Platzierung in der Tabelle mit einem solchen Ergebnis rechnen, doch schon in der Kabine bekannten sich die Trainer zu dieser Mannschaft. Auch im nächsten Jahr wollen sie das bisher so erfolgreiche Projekt HSG Erlangen/Niederlindach fortführen und erneut angreifen - egal in welcher Liga.

HSG Erl./Niederl.: Rödel, Schindler; Schmieding (6/2), Willert (7), Gottesbüren (5), Stübinger (7), Rühl (2), Hauer, Forstner (2), Gumbert, Mombour, Rowold (3/3)