Nach der Pleite am vergangenen Wochenende gegen den Spitzenreiter kassierten die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach in der Bezirksoberliga eine weitere Niederlage. Dabei sorgte vor allem die Leistung des Forchheimer Schlussmannes bei einigen Erlanger Spielern für Kopfzerbrechen.


HSG Erlangen/Niederlindach - HC Forchheim 28:37

"Heute hat einfach überhaupt nichts gestimmt", musste HSG-Trainer Detlev Hauer eingestehen und wirkte wenige Augenblicke nach dem Abpfiff etwas konsterniert. Dabei waren die ersten Minuten in der Seebachgrundhalle noch vielversprechend, schnell spielte die Heimmannschaft einen 2:0-Vorsprung heraus. Doch die Gäste glichen schon bald aus und so entwickelte sich in der ersten Viertelstunde eine ausgeglichene Partie, in der Forchheim zwar immer wieder mit zwei Toren in Führung ging, die HSG aber stets ausglich.


Forchheim stellt die Abwehr
um

"In den ersten zehn Minuten war ich mit meiner Abwehr nicht zufrieden, doch nach einigen Umstellungen haben wir Erlangen immer besser in den Griff bekommen", erklärte Dirk Samel, Trainer der Forchheimer. Ausschlaggebend dafür, warum die Gäste mit einem komfortablen 20:13 in die Halbzeit gingen, war die bärenstarke Leistung des HC-Keepers Frank Albrecht. Ein ums andere Mal hielt er Bälle der Marke "unhaltbar".

"Natürlich hat der Gästetorwart sehr gut gehalten, wir haben uns aber auch zu wenige Chancen erspielt", sagte Hauer. Nicht nur der Keeper, auch die Forchheimer Feldspieler zeigten sich handlungsschnell, fingen einige Fehlpässe der HSG ab und münzten sie in Tore um.


HSG kommt stark aus der Pause

Hauer muss in der Pause deutliche Worte gefunden haben, denn seine Spieler kamen deutlich verbessert aus der Kabine. Die Angriffsreihe der Hausherren ließ den Ball deutlich sicherer zirkulieren und zeigte sich im Abschluss effektiver. So reduzierten sie den Rückstand auf vier Tore, auch weil der HC in dieser Phase des Spiels mehrfach am Aluminium scheiterte.

Doch schon bald zielte Forchheim wieder genauer und zog auch mit Hilfe zweier Siebenmeter auf elf Punkte davon. In der Schlussphase zeigte sich die HSG bemüht, vor eigenem Publikum den Rückstand zu reduzieren, doch Albrecht entschärfte erneut viele Bälle. Die Forchheimer Angreifer fuhren in den letzten Minuten einige Konter und schlossen sie sehenswert ab. "Meine Spieler haben ein gutes Spielverständnis und sehr schöne Spielzüge gezeigt. Unser Angriff ist zur Zeit unglaublich", lobte Samel.

Der HC drückte der Partie seinen Stempel auf und belohnte sich für seine starke Leistung. Auch Hauer musste zugeben: "Der Sieg für Forchheim war auch in der Höhe verdient."
HSG: Hückel, Schumann - Erhardt (6), Forstner (1), Gilg (1), Gumbert (1), Hauer (2), Jonas (2), Rowold, Rühl, Schmieding (2), Stübinger (5), Willert (8)