Nach vier Pleiten am Stück hat die HSG Erlangen/Niederlindach in der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern wieder einen Sieg eingefahren. Im Derby mit dem bis dahin punktgleichen OG Erlangen spielten die Gastgeber stark auf.


HSG Erlangen/Niederlindach - OG Erlangen 33:27

Schon in der ersten Hälfte zeigte die Heimmannschaft eine engagierte Leistung und ging mit einem Fünf-Tore-Polster in die Pause. Doch die OGler glichen aus, ehe sich die HSG mit schnellem Umschaltspiel die erneute Führung holte und klar gewann. Das Derby nach dem freien Faschingswochenende war für beide Teams der Auftakt zu wichtigen Wochen im Kampf um den Klassenverbleib.
Im Hinspiel hatte sich die Mannschaft um Max Willert und Lukas Stübinger nach hartem Kampf knapp mit 25:23 durchgesetzt. Mit schnellen Gegenstößen wollten die Gastgeber diesmal dem im Durchschnitt deutlich älteren Gegner zusetzen.

Konzentriert gingen beide Teams ins Spiel, und nach einem ausgeglichenen Beginn setzte sich die HSG angeführt von Willert auf 7:4 ab (12.). Auch in der Folge blieb die HSG spielbestimmend, vergrößerte den Vorsprung aber nicht. Nach einer Auszeit kurz vor der Pause gelang es den Spielern von Aushilfscoach Manfred Rühl dank einiger Paraden des glänzend aufgelegten Schumann im Tor, vor dem Seitenwechsel bis auf 17:12 davonzuziehen.
Die HSG kam gut in die zweite Halbzeit, erhöhte sogleich auf 18:12, doch die Gäste hatten noch nicht aufgesteckt und kamen wieder heran. Einige böse Abspielfehler schienen die Niederlindacher um ihr gutes Spiel zu bringen. Wie schon in der letzten Partie gönnte sich die HSG eine geistige Auszeit, und innerhalb von nur vier Minuten wurde aus einem sicheren 20:15 ein 20:20.


Das Nervenkostüm hält

Erst Stübinger unterbrach den Lauf der Olympioniken. Und im Gegensatz zum letzten Spiel hielt diesmal das Nervenkostüm. Dank eines konsequenten Umschaltspiels wurden in der Abwehr gewonnene Bälle nach Schnellangriffen in Zählbares umgemünzt. Max Erhardt und Stübinger, aber auch Christian Rowold, der alle seine sechs Strafwürfe nervenstark verwandelte, brachten die HSG wieder in Front.
Dabei ließ sich die Mannschaft auch in Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen und erhöhte zehn Minuten vor dem Ende auf 29:22. In der Schlussphase holten die Olympioniken etwas auf, brachten den ersten Sieg des Gegners im neuen Jahr aber nicht mehr in Gefahr. Damit scheint die HSG für das nächste Derby gegen den Tabellenzweiten aus Herzogenaurach gewappnet. Dank eines deutlich verbesserten Angriffsspiels und einer soliden Abwehrreihe brachten die Niederlindacher den bisherigen Tabellennachbarn in Bedrängnis.
Allerdings darf sich die Mannschaft nicht immer wieder um den Lohn der Arbeit bringen, gerade nach dem Wiederanpfiff häufen sich die Fehler, die von den Gegnern konsequent genutzt werden. Dies muss man gegen den klaren Favoriten unbedingt abstellen, um die TSH wie schon im Hinspiel (32:32) zu ärgern.