Birgit Hübschmann hat den Steilpass aus Möhrendorf nach Brand geschlagen, wo Libera Linda Seufert das Leder aufgenommen hat. Die 23-Jährige steht mit dem TSV Brand auf Platz 4 der Bezirksliga, nur vier Punkte trennen sie und den Verein von der Spitze. Von der jüngsten Siegesserie vor der Pause lässt sie sich jedoch nicht blenden und so ist der Aufstieg nicht oberstes Ziel geworden.

Wer hat Sie angespielt?
Seufert: Die "Biggie" Hübschmann. Wir fahren eigentlich jedes Jahr gemeinsam in den Ski-Urlaub zu ihrer Tante nach Bad Reichenhall. Das war mal ein Event der gesamten BSV-Mannschaft. Zuletzt waren wir nur noch zu dritt und da "Manu" gerade schwanger ist, setzen wir diesen Winter ausnahmsweise aus. Fasziniert hat mich an ihr immer ihr Überblick. Sie weiß immer, wer den Ball wann wie wohin haben möchte.

Wie schaut Ihr Laufweg aus?
Mit 17 bin ich aus Uttenreuth zu den Damen des Baiersdorfer SV gewechselt. Dort gab es eine BOL- und eine Kreisligamannschaft, so war ich mir sicher, Spielpraxis zu bekommen. Die Zweifel, ob es für die erste Mannschaft reicht, haben sich aber schnell in Luft aufgelöst. Ich wurde Stammspielerin im BOL-Team. Jene Aufteilung in "Erste" und "Zweite" war 2009 einer der Gründe für den Zusammenbruch des Teams. Gemeinsame Wechselabsichten scheiterten, so dass ich mit nur zwei weiteren Spielerinnen nach Brand gekommen bin.
Hier fühle ich mich super aufgehoben. 2010/11 hatten wir zwar einen personellen Durchhänger, uns hat die "Schwangerschafts-Krankheit" heimgesucht. Und wenn mal sechs Spielerinnen wegfallen, kann man eine Mannschaft fast schon abmelden. Glücklicherweise kamen zur rechten Zeit ein paar Neuzugänge und so spielen wir nun eine gute Saison und haben bei einem Spiel weniger nur vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, die SpVgg Erlangen. In erster Linie wollen wir aber die Klasse halten und dann schauen wir, wie weit es nach oben geht. Der Aufstieg wäre natürlich eine schöne Zugabe.

Was erwarten Sie vom Wochenende?
Ein erstes Vorbereitungsspiel gegen Bruck endete 0:0. Im Vorfeld dachten wir, das wird eine einfache Angelegenheit, bis uns unser Trainer darauf hingewiesen hat, dass Bruck plant, sein Team abzumelden und mit zwei Nationalspielerinnen aus Österreich kommende Saison in der BOL antreten will. Das hat für ein bisschen Muffensausen gesorgt und für Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Wenn es die Platzverhältnisse hergeben, spielen wir am Samstag auswärts gegen Burk, eine machbare Aufgabe. Da könnten wir das eine oder andere ausprobieren.

An wen passen Sie weiter?
An Matthias Dierke vom SC Uttenreuth. Er war einst mein Jugendtrainer, ihm habe ich zu verdanken, dass ich soweit gekommen bin und die Lust am Fußball nie verloren habe. Als Spieler habe ich ihn jedoch noch nie im Einsatz gesehen.