1080 gemeldete Athleten aus sechs Nationen, alleine 221 Startet über 800 Meter, acht deutsche Jahresbestleistungen und Kaiserwetter sind nur einige Superlative der diesjährigen Sparkassengala in Regensburg. Die ausrichtende LG Telis Finanz Regensburg wurde sichtlich belohnt von ihren Teilnehmern, denn die Top-Bedingungen wurden mit guten Leistungen honoriert. Das Höchstadter Aufgebot umfasste fast das komplette Top-Team, einzig Bastian Grau wird wohl nicht vor Ende des Jahres wieder seine Laufschuhe schnüren können.

Im B-Lauf über 800 Meter nutze Marco Kürzdörfer eine seiner letzten Chancen, um sich für die deutschen Einzelmeisterschaften Anfang Juli in Ulm zu qualifizieren. In 1:51,77 Minuten lag er knapp über seiner Bestzeit aus 2012 und zeigte vor allem im Endspurt aufsteigende Form. Wäre das Rennen nicht mit 15 Aktiven völlig überfüllt gewesen und hätte somit nicht ein ständiges Gerangel unter den Läufern geherrscht, wäre sicher noch eine bessere Zeit möglich gewesen.

Ebenfalls im B-Lauf, jedoch über 1500 Meter konnte, sich Martin Grau nach seinem EM-Qualifikationscup nicht so richtig motivieren. In 3:50,04 Minuten bot er eine solide Leistung, ist aber zu deutlich besseren Zeiten fähig. Sein Kämpferherz kann er bereits am kommenden Wochenende bei den deutschen U23-Meisterschaften zeigen, wo er über 3000 Meter Hindernis als Favorit an den Start geht. In Lauf C über 1500 Meter musste Konstantin Wedel nach 600 Metern die Führungsarbeit übernehmen. Erst im Endspurt zogen zwei Aktive an ihm vorbei, er finishte in neuer Saisonbestleistung von 3:54,72 Minuten. Bei der Junioren-DM wird er wieder über seine Paradestrecke 3000 Meter Hindernis antreten und hofft im Sog von Martin Grau auf eine deutliche Steigerung zu seinem Rennen in Dessau.

Noch einen Lauf länger wartete Christian Amon: Der gebürtige Amberger konnte binnen drei Wochen seine nächste Bestzeit verbuchen und verbesserte seine Zeit auf 4:03,95 Minuten. In Lauf E startete Zacharias Wedel, der fünf Jahre ältere Bruder von Konstantin. Er kommt nach seinem langen Thailand-Aufenthalt immer besser in Schwung und finishte in 4:20,42 Minuten. Bereits zu vorgerückter Stunde um 21 Uhr trat dann Tobias Budde als letzter Höchstadter über 800 Meter an. Nach 600 Metern sah es so aus, als würde er keinen guten Tag erwischt haben, doch auf der Zielgeraden griff er nochmal an und kam mit 1:54,91 Minuten gut eine Sekunde über seiner absoluten Bestleistung ins Ziel.

Trainer Markus Mönius ist mit der Leistungsentwicklung seiner Schützlinge absolut zufrieden, denn die Saisonhöhepunkte mit U23-EM und Deutscher Meisterschaft stehen alle noch bevor. Am kommenden Wochenende starten fünf Aktive des TSV Höchstadt bei den deutschen U23-Meisterschaften: Neben Martin Grau und Konstantin Wedel über 3000 Meter Hindernis hat die 3x1000-Meter-Staffel eine berechtigte Chance auf einen Podestplatz.

Regen und wechselnder Wind

Vier Höchstadter Athleten kämpften in Schwarzenbruck bei den mittelfränkischen Meisterschaften mehr mit den Naturgewalten. Zwei Mädchen und zwei Jungs des TSV waren an den Start gegangen, um ihre Leistungen im Speerwurf, Diskuswurf und Kugelstoßen zu verbessern. Leider waren ihre Ambitionen auf größere Weiten schon im Vorfeld alles andere als gut. Bei ständigem Regen und wechselnden Winden hatte der Veranstalter alle Hände voll zu tun, die Anlagen für die Wettkämpfe bereit zu stellen.

In dem Kugelstoß- und Diskusring stand trotz massivem Einsatz von Besen und Gummischiebern innerhalb kürzester Zeit das Wasser immer wieder bis zum Rand, was natürlich das Andrehen beim Diskuswerfen und das Angleiten beim Kugelstoßen schwer behinderte.

Aber auch das konnte Alina Mönius in der Altersklasse W15 nicht aufhalten. Sie gewann das Kugelstoßen mit einer Weite von 10,70 Metern. Beim Diskuswerfen brachte sie den Ein-Kilo-Diskus auf eine Weite von 27,91 Metern (Saisonbestleistung), das bedeutete auch in dieser Disziplin die Goldmedaille mit über 2,5 Meter Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Im Speerwerfen lief es dann für Alina nicht ganz so erfolgreich. Hier erreichte sie bereits im ersten Wurf eine Weite von 23,80 Meter und belegte damit den fünften Platz.

In der Altersklasse W14 ging Amelie Wegrath an den Start. In ihrer Lieblingsdisziplin, dem Diskuswurf, schleuderte sie den Diskus auf eine Weite von 17,10 Meter. Damit belegte sie dann den vierten Platz und schrammte nur um 60 Zentimeter am dritten, bzw. 70 Zentimeter am zweiten Platz vorbei. Mit dem Speerwurf war sie dann selbst nicht ganz zufrieden, da belegte sie mit geworfenen 16,69 Metern den achten Platz.

Bei den Jungen M13 waren für den TSV Höchstadt Jan Hippenstiel und Jakob Heubeck am Start.Jan kam in seiner stärksten Disziplin, dem Speerwerfen, mit den äußeren Bedingungen nicht so richtig zurecht. Trotz aller Bemühungen warf er nur 27,86 Meter, da hatte er heuer schon deutlich weiter geworfen. Der fünfte Platz geht für ihn aber trotzdem in Ordnung, da der Viertplazierte noch jenseits seiner Bestweite lag. Mit 7,96 Metern im Kugelstoßen und 22,17 Metern im Diskuswurf belegte er die Plätze 6 und 7. Jakob Heubeck startete ebenfalls in allen drei Disziplinen, dabei errang er mit 22,74 Metern im Speerwerfen den neunten Platz, seine beste Platzierung. Rang 10 im Kugelstoßen und der elfte Platz im Diskuswerfen vervollständigten seine Leistungen.

Nun bleibt für die jungen Sportler zu hoffen, dass sie ihre nächsten Wettkämpfe bei besserem Wetter bestreiten können, da ist dann leistungsmäßig bestimmt noch Platz nach oben.