Dabei wird der Tabellenfünfte aus Herzogenaurach, der momentan eine Bilanz von 7:4 Siegen aufweist, auf den Tabellenletzten treffen, welcher derzeit 1:10 Siege auf der Habenseite hat. Die Aurachstädter gehen also als klarer Favorit in die Partie. Doch dies hatte in dieser Saison bisher wenig Bedeutung für die Longhorns, da sie sich bislang bei Auswärtspartien meist recht schwer getan haben und so das Spiel unbedingt mit höchster Konzentration angehen müssen.

"Wir müssen diese Woche mit der gleichen Einstellung wie vergangene Woche gegen Treuchtlingen antreten, damit wir gegen Weiden gewinnen können. Wir haben in den vergangenen drei Wochen viel über unser Auftreten gesprochen und haben auch einige Schlüsse daraus gezogen. Jetzt heißt es, dies umsetzen, und wir sind guter Dinge, das hinzubekommen", so Trainer Peter Simon.


Weiden sei eine physisch robuste Mannschaft, die man nicht ins Spiel kommen lassen dürfe. Um dies zu verhindern, setzt der Coach weiterhin auf die Verteidigung, die in dieser Saison das Rückgrat der Mannschaft darstellt. "Wir müssen bereit sein, hundert Prozent zu geben und viel zu kommunizieren. Mittlerweile hat jeder verstanden, dass es nur so geht und so sind wir recht zuversichtlich für Samstag", sagt Simon, der erneut als alleiniger Trainer antreten muss, da sein Kollege Angelos Plantzas noch immer beruflich unterwegs ist.

Dazu fallen auch Benedikt Aumeier, der immer noch an einer hartnäckigen Grippe laboriert, und Ali Awarke aus, der beruflich in den USA ist, sodass die Herzogenauracher leicht geschwächt in die Partie gehen. Aber vor allem Adrian Dlugosch und Benno Schüpferling haben gezeigt, dass sie die Ausfälle der anderen Longhorns hervorragend kompensieren können, und so haben die Aurachstädter noch immer einen gut besetzten Kader zur Verfügung.

Aber auch die Weidener haben eine solide Mannschaft am Start, welcher in dieser Saison das nötige Quäntchen Glück und vielleicht noch ein oder zwei gute Bankspieler fehlen, um weiter oben mitzuspielen. Denn viele Spiele wurden nur knapp verloren, insbesondere vor heimischer Kulisse, wo sie sich immer als unangenehmer Gegner präsentieren und eine ordentliche Kulisse hinter sich wissen. Star des Teams ist der 2,05 Meter große Centerspieler Remigius Untulis, der 14,1 Punkte pro Spiel auflegt und zugleich auch bester Rebounder der Oberpfälzer ist. Zweitbester Spieler im Kader der Weidener ist Darron McDuffie, der 13 Punkte pro Partie einstreut und zugleich den Spielaufbau leitet.

Gute Spielübersicht

Mit seinen 1,91 Meter ist er ein sehr großer Aufbauspieler, was ihn zu einer guten Spielübersicht verhilft und ihn zu einem exzellenten Passer macht. Mit Vladimir Krysl und William Daubin haben die Oberpfälzer zwei weitere Spieler, die etwas mehr als zehn Punkte im Durchschnitt auflegen, dennoch stellen die Weidener die schwächste Offensive der Liga. Sie erzielen im Schnitt nur 58 Punkte pro Abend - und das ist häufig einfach zu wenig, um ein Spiel für sich entscheiden zu können. Insgesamt muss aber mit einem spannenden Spiel gerechnet werden, da die Duelle Weiden gegen Herzogenaurach schon immer etwas Spezielles hatten und der Ausgang meist äußerst umkämpft war. pes