Vor über 100 mitgereisten und begeisterten Erlanger Fans holen sich die Handballer des HC Erlangen im Zweitligaspiel bei der SG Leutershausen zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. 26:20 hieß es nach 60 hart umkämpften Minuten für die Mannschaft von Cheftrainer Frank Bergemann, der gut gelaunt zu Protokoll gab: "Leutershausen hat uns einiges abverlangt, wir aber haben uns mit allem dagegen gestemmt, was wir hatten, und letzten Endes verdient gewonnen."

SG Leutershausen - HC Erlangen 20:26

Der HC Erlangen fand zunächst gut in die Partie, und warf, gestützt auf den sehr guten Jan Stochl im Tor, nach neun Minuten eine 7:4-Führung heraus.
Dann allerdings kam Leutershausen zurück und erzielte in einer sechsminütigen Phase ohne Gegentreffer gleich vier Tore am Stück - und verwandelte den Rückstand in eine 8:7-Führung (22.). "Leutershausen hat nicht umsonst schon so manch anderer, vorne stehender Mannschaft hier ein Bein stellen können", resümierte Bergemann im Anschluss. Und weiter: "Die SGL hat beeindruckend den Druck erhöht und immer wieder Lücken in unsere Deckung geschlagen. Wir mussten mit einigen Unterzahl-Situationen zurecht kommen." Das klappte dann aus HC-Sicht immer besser. Dass Niko Link quasi mit dem Halbzeitpfiff für die 12:9-Pausenführung für den HC einnetzte, war verdient.

Erlangen wirft den Turbo an

In der zweiten Hälfte wiederholten sich zunächst die Ereignisse: Leutershausen glich die Erlanger Führung mit dem 15:15 in der 41. Spielminute aus. "Damit begann die spielentscheidende Phase, hier hätte die Partie auch eine andere Wendung nehmen können", analysierte Bergemann. Allerdings verhinderte der HC mit großen Kämpferherzen immer wieder einen Rückstand. So blieb das Spiel bis zur 53. Minute ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe der HC den Turbo einlegte und vor dem komplett begeisterten Anhang unwiderstehlich bis auf 26:20 davonzog.
Herausheben aus dem Team, das eine allgemein starke und geschlossene Leistung zeigte, wollte HC-Cheftrainer Frank Bergemann im Anschluss niemanden. Allerdings lobte er insbesondere Jan Stochl und Jonas Link, der gerade auch in den Unterzahl-Situationen für neue Impulse gesorgt hatte und sechs Treffer erzielte. Auch Olli Hess, der mit sechs Treffern ein fantastisches Spiel auf die Platte brachte und Martin Murawski, der Basti Krämer auf der Einser-Position in der Abwehr ausgezeichnet vertreten hatte, boten eine starke Partie.