Mit einem 27:26 Erfolg im ersten Pflichtspiel der Saison zog der HC Erlangen am Mittwoch in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Gegen den Ligakonkurrenten TV Hüttenberg mühten sich die Erlanger trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung bis Spielende, deuteten aber auch das Potenzial an, dass in der mit starken Neuzugängen gespickten Mannschaft steckt.

HC Erlangen - TV Hüttenberg 27:26

Vor der sommerlichen Kulisse begannen beide Mannschaften mit starken Defensivreihen, sodass zunächst Torerfolge nur vom Siebenmeter-Punkt gefeiert werden konnten. Bei den Gästen platzte der spielerische Knoten zuerst und bis zur zwanzigsten Minute setzten sich die Hessen auf 9:6 ab.
Nach einer Auszeit von Trainer Bergemann zeigten sich die Hausherren dann im Aufbauspiel konzentrierter und glichen bis zur Pause zum 11:11 aus, wobei immer wieder schnell vorgetragenen Angriffe über verschiedene Positionen zum Erfolg führten.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Erlanger die Schlagzahl und brachten sich binnen zehn Minuten mit 18:13 in Führung. Es war die stärkste Phase der Mittelfranken, die den Zuschauern einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten boten, die sich der in der Breite und Spitze starken Mannschaft in diesem Jahr eröffnen. Die Außenpositionen sind mit Murawski und dem belebenden, spielfreudigen Rahmel stark besetzt, am Kreis befindet sich mit Preiß ein stets anspielbarer und treffsicherer Spieler der Extraklasse und im Rückraum zeigten sich Hess, Link und Nienhaus in Hoffnung machender Frühform.
Getragen von Rene Selke, der zwischen den Pfosten einen Sahntag erwischte, kontrollierten die Erlanger den TV Hüttenberg bis zehn Minuten vor Spielende, als die Unparteiischen mit einigen strittigen Entscheidungen noch einmal Spannung in die Partie brachten. Hüttenberg nutzte eine doppelte Überzahl, um auf zwei Tore zu verkürzen (24:22, 54. Minute), bevor Wernig die Aufholjagd mit einem überflüssigen Foulspiel beendete und Erlangen die Kontrolle über das Spiel zurückgewann.
Der Anschlusstreffer zum 27:26 fiel per Siebenmeter mit dem Schlusspfiff und blieb pure Ergebniskosmetik. "Wir haben schon viele gute Ansätze gezeigt, aber müssen das natürlich noch runder bekommen", erklärte HC-Trainer Frank Bergemann nach Spielende und zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Die Erlanger Fans fiebern nach dem erfolgreichen Pflichtspieldebüt dem Ligaauftakt entgegen, wenn am 31. August der EHV Aue seine Visitenkarte in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle abgibt.