Die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt machte von Beginn an klar, dass es im Vergleich zum Hinspiel-Remis diesmal keine erneute Überraschung geben wird. Der HC tat sich sehr schwer gegen die offensiv-agierende Deckung. Immer wieder rannten sich die Mannen von HC-Trainer Robert Andersson in der extrem schnellen Abwehr fest, der THW kam durch eine starke Defensive zu schnellen Toren. Vier Treffer betrug der Abstand schon nach wenigen Minuten, ehe Ole Rahmel das erste Tor für den Gastgeber gelang. Jede Aktion der "Zebras" saß - und so baute der THW seine Führung stetig aus. Nach etwa 20 Minuten agierte dann auch Erlangen mutiger und konnte spielerisch überzeugen. Sechs Aluminium-Treffer allein in der ersten Halbzeit ließen den Abstand aber nicht geringer werden. Ganz anders die Kieler: Dass der THW auf jeder Position über zwei Weltklasse-Spieler verfügt, zeigt allein die Torschützen-Liste des Nachmittags.
Insgesamt elf verschiedene Torschützen konnte der Rekordmeister zum Ende aufweisen. Zur Pause trennten den HC und den THW zwölf Tore.
Nach dem Wechsel zeigte sich, dass Franken in den letzten Monaten die Begeisterung für den Handball für sich entdeckt hat. 8308 Zuschauer feuerten ihre in schwarz gekleidete Mannschaft bis zur letzten Minute an. Auch im zweiten Durchgang waren die Jichas, Weinholds oder Duvniaks aber eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Zum Schluss gewann der Branchen-Primus auch in der Höhe verdient mit 22:36 gegen den HC Erlangen.
"Der Respekt war in der Anfangsviertelstunde deutlich zu spüren. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft, die auch vieles richtig gemacht hat. Der THW ist aber ein Team, dass jeden Fehler eiskalt bestraft", sagte HC-Coach Robert Andersson nach der Partie.