Im Spitzenspiel der zweiten Handball-Liga behielten die Handballer des HC Erlangen die Oberhand gegen die Gäste aus Leipzig und festigten mit einem 23:18-Erfolg ihre Platzierung in der Spitzengruppe der Liga.

HC Erlangen - SC DHfK Leipzig 23:18
Die Hausherren erwischten einen Stotterstart und wurden zunächst durch die Gäste aus der Messestadt dominiert. Leipzig startete hochkonzentriert, agierte in der Offensive variabel und machte mit einer gut gestaffelten und aggressiven Abwehr hinten dicht. Der HC konnte in dieser Phase nur wenig entgegensetzen, verlor zudem Rahmel früh aufgrund einer Verletzung und vergab drei Siebenmeter, sodass Trainer Bergemann bereits nach zwölf Minuten und einem Rückstand von 1:5 die erste Auszeit nahm.

Doch auch nach dieser Neuordnung behielt Leipzig die Oberhand, Erlangen blieb weiter ohne Zugriff auf die Partie und fand erst gegen Ende der ersten Halbzeit zu seiner Stärke. Martin Murwaski, der sonst die Spiele eher von der Bank verfolgt, riss seine Mitspieler mit einer energischen Leistung aus der Lethargie, fing zwei Pässe der Leipziger ab und übernahm vom Siebenmeter-Punkt Verantwortung, sodass das Erlanger Herz plötzlich wieder schlug und der Leipziger Vorsprung binnen dreier Minuten egalisiert war (9:9, 27.).

Auftritt wie ein Krieger

"Muri ist heute wie ein Krieger aufgetreten und hat eine absolute Topleistung gezeigt", lobte HC-Trainer Bergemann den Helden des Abends nach Spielende. Bis zur Halbzeit erspielten sich die nun wie verwandelt auftretenden Erlanger sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung (12:10), der nur unmittelbar zu Beginn des zweiten Durchgangs noch einmal gefährdet war, als Leipzig mit zwei schnellen Treffer zum Ausgleich kam.

Danach aber spielte nur noch der HC Erlangen, der sich mit jedem Treffer mehr Selbstvertrauen schenkte und dessen Spiel durch Pankofer perfekt inszeniert wurde. Nach 46. Minuten führten die Hausherren, nun wieder mit 18:13 und boten ihren Fans reihenweise spielerische Leckerbissen - beispielweise Pankofers gelupften Pass auf den freien Weltgen oder Schwandners Zuspiel von Außen auf den im Zentrum völlig freien Link.

Leipzig wehrte sich zwar nach Kräften, konnte die Erlanger Überlegenheit jedoch nicht mehr gefährden. "Wir haben heute mit großem Willen und alten Tugenden eine großartige Mannschaftsleistung gezeigt", so HC-Trainer Bergemann nach einer packenden Partie, die der HC zu Recht gewann.

HC Erlangen: Stochl, Bayerschmidt - Pankofer (3/1), Weltgen (3), Schwandner (3), Murawski (2/1), Hess (3), Nicolai Link (3), Jonas Link (2), Preiß (1), Nienhaus (1), Rahmel