Es sind die Tage der Entscheidung für den HC Erlangen: Am heutigen Freitag (19.45 Uhr) hat der fränkische Bundesligist sein nächstes Topspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga. Kein Geringerer als der frischgebackene EHF-Pokalsieger, namentlich die Füchse Berlin, gastiert in Nürnberg. Aber: Der HC, der den Gast aus der Hauptstadt im Hinspiel am Rande einer Niederlage hatte, braucht sich vor keinem großen Namen zu verstecken.

Von den letzten vier Heimspielen verlor Erlangen nur gegen den Rekordmeister aus Kiel. "Auf der Torwartposition haben sie mit Heinevetter und Stochl zwei Ausnahmekönner. Die Erfahrenen um Romero, Hrak und Nenadic werden von den jungen deutschen Nationalspielern wie Drux oder Wiede ergänzt", sagt HC-Cheftrainer Robert Andersson über den Gegner. Seine Mannschaft sieht er aber bestens vorbereitet: "Wir haben in den letzten Wochen mental einen riesigen Schritt gemacht und bewiesen, dass wir Entscheidungsspiele zu unseren Gunsten gestalten können." Auch körperlich habe die Mannschaft die letzten Wochen hervorragend weggesteckt, und so kann er heute Abend voraussichtlich auf alle Spieler zurückgreifen.

Zwei HCler hören auf

Das letzte Heimspiel in einem HCE-Trikot wird die Partie am Freitag für Andreas Bayerschmidt und Bastian Krämer sein. Zwei der dienstältesten Spieler werden am Ende dieser Saison ihre Karrieren beim HC Erlangen beenden.

Bayerschmidt (38), der nach einem kurzen Intermezzo in Aue schon vorher das Trikot der HG Erlangen trug, wird wieder verstärkt ins Berufsleben zurückkehren. "Ich will nicht ausschließen, dass ich woanders noch einmal im Tor stehen werde", so Bayerschmidt.

Krämer, der seit 1989 durchgehend im Verein ist, will nach seinem beendeten Studium ebenfalls seinen beruflichen Werdegang forcieren. "Ein Trainings- und Spielpensum auf bisherigem Niveau lässt sich dann nicht mehr vereinbaren", sagt der 30-Jährige.