Schon früh war klar, dass die Westfalen nach dem Heimsieg der Vorwoche gegen Saarloius ihrem Publikum erneut einen Handball-Krimi bieten wollten. Aber auch der HC wollte dem Gegner keinen Zentimeter Hallenboden überlassen und fightete, als ob es kein Morgen gäbe. "Von Beginn an hat uns Hamm in ein sehr, sehr intensiv geführtes Kampfspiel verwickelt. Es war schön zu sehen, wie wir in dieser Atmosphäre dagegen gehalten und vor allem in der Abwehr konsequent gearbeitet haben", sagte HC-Coach Frank Bergemann, der nach dem Spiel sichtlich zufrieden wirkte. Immerhin hatte das Team einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand bis zum Halbzeitpfiff in ein 10:10 umgewandelt.
Doch auch nach dem Pausentee mussten sich Jan Stochl und Co. weiter behaupten - Hamm wurde vom eigenen Anhang nach vorne gepeitscht und erhöhte den Druck auf die Mittelfranken.
"Wir behielten auch in dieser Phase einen klaren Kopf, haben weiter konsequent Deckung gespielt, die Angriffe lange vorgetragen und effektiv abgeschlossen. Auch eine Reihe von Pfosten- und Lattentreffern hat uns nicht nervös gemacht", bemerkte Bergemann und lobte vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Umgehauen hatte das Team aber stattdessen der große Einsatz der Erlanger Fangruppe, welche die 450 Kilometer Wegstrecke auf sich genommen hatte, um den HC in der Fremde lautstark und leidenschaftlich zu unterstützen. "Umso schöner war es, dass wir mit den Fans feiern konnten", freute sich Bergemann.

Drei Kracher am Stück

Nun beginnt auch schon wieder die akribische Vorbereitung auf die kommende englische Woche mit drei harten Nüssen gegen Rostock, Bittenfeld und in Leutershausen.