Bereits zwei Tage nach den Deutschen Meisterschaften in Erfurt machte sich der frischgebackene Vizemeister über 3000 Meter Hindernis, Martin Grau, auf dem Weg nach Schorndorf, um bei der Bahneinweihung der örtlichen SG die selten gelaufene Meile in Angriff zu nehmen. Der Kontakt kam durch die Freundschaft mit Marcel Fehr zustande. Dieser ist seit Jahren einer der besten 1500- und 5000-Meter-Läufer in Deutschland und startet für die SG Schorndorf.
Am Wettkampftag kamen noch die LSC-Läufer Tobias Budde und Christian Amon dazu. Bis kurz vor dem Start goss es auf der Schwäbischen Alb wie aus Eimern, aber rechtzeitig zum Rennen ließ sich die Sonne blicken. Mit zwei Tempomachern sollte eine Zeit um vier Minuten realisiert werden, für Martin Grau ging es auch darum, den Familienrekord seines Bruders Bastian von 4:05,43 Minuten zu verbessern.
Auf der Zielgeraden enteilte Lokalmatador Fehr (4:04,08), dahinter entbrannte ein heißer Kampf um die Plätze 2 und 3 zwischen dem Biengartner und Stefan Hettich aus Gormaringen. Der Mittelstreckler hatte im Ziel ganz knapp die Nase vorn. Grau hatte mit 4:05,62 Minuten das Nachsehen, womit auch der alte Familienrekord bestehen blieb. Auf Platz 8 landete Tobias Budde (4:23,38), Christian Amon absolvierte seinen ersten Wettkampf nach einjähriger Verletzungspause und kam nach 4:36,59 Minuten ins Ziel.
Eine gute Nachricht gab es für Martin Grau in Schorndorf aber doch: Er ist für die Universade in Taipei Ende August fest nominiert. Nachdem sein Start lange von Verbandsseite nicht sicher war, kann der Titelverteidiger damit seine gute Saison in Asien noch krönen.