Dabei hatte es nach der abschließenden Meldeliste nicht unbedingt danach ausgesehen. Obwohl die Veranstaltung mit über 650 Teilnehmern aus vier Nationen einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete, waren es gerade einmal drei LSC-Sportler, die sich für die 1500m der Männer angemeldet hatten. So fasste Trainer Markus Mönius den Plan, dass Christian Amon sich als Tempomacher für die ersten 700 Meter "opfern" sollte. Und er konnte sich auf seine Jungs verlassen. Amon stellte sein eigenes Vorhaben, nach gutem Training ordentlich in die Saison zu starten, hinten an und spannte sich wie ausgemacht für 700 Meter vor die beiden anderen LSCler.

Nach der Hälfte des Rennes übernahm Niklas Bühner die Pace, und bei 1000 Metern hatten die beiden genau die mindestens geforderten 2:35 Minuten, um knapp unter der geforderten Norm von 3:53,00 Minuten für Leipzig zu bleiben. Auf den letzten 400 Meter zündete dann Bastian Grau den Turbo, zog locker an Bühner vorbei und erhöhte Meter für Meter das Tempo. Unter dem Beifall der noch zahlreichen Zuschauer in der Halle, überquerte der Biengartner in 3:50,88 Minuten vor Niklas Bühner (3:51,52) die Ziellinie.

Damit können beide entspannt in die weiteren Wettkämpfe der noch jungen Hallensaison gehen, denn die Norm für die Ende Februar in Leipzig stattfindenden deutsche Meisterschaft ist in der Tasche. Der gebürtige Sauerländer Bühner wird am kommenden Wochenende bei den "Bayerischen" in Fürth zusätzlich die Norm über 3000 Meter anpeilen, während sich Grau auf eine gute Platzierung über 1500 Meter konzentrieren kann.

Darüber hinaus hat der LSC Höchstadt mit Theo Schell ein heißes Eisen über 3000 Meter der U20 im Feuer. Bei der weiblichen U18 kämpfen in Fürth Lea Heidenreich und Viola Mönius um gute Zeiten über 60 und 200 Meter.