Die Schachabteilung des FSV Großenseebach veranstaltete unter der Schirmherrschaft von Landrat Eberhard Irlinger mit den 24.Seebach-Open ein spannendes Schachturnier mit 137 Teilnehmern in der Großenseebacher Mehrzweckhalle. Der Landrat lobte die Arbeit der Schachabteilung. Er erinnerte an die großartigen Erfolge der Schachjugend des FSV Großenseebach, die mehrfach deutsche und bayerische Meistertitel erkämpft haben, und überreichte an Abteilungsleiter Bernd Borel zwei geschnke als Anerkennung.
Die besten 21 Spieler gingen mit einer NWZ (Nationale Wertungszahl) über 2000 an den Start. Dabei stachen vor allem Fidemeister (FM) Alexander Seyb mit 2363 Punkten, Alexander Hilverda (2226), FM Dieter Seyb (2215), FM Reiner Heimrath (2203) und Vitaly Promyshlyanskyy (2180) hervor. Die Seebach-Open hatten den Modus sieben Runden beschleunigtes Schweizer System und dauerte dreieinhalb Tage. Das Turnier bot den Spielern optimale Bedingungen.
Der Fide-Schiedsrichter Ulrich Hiemer, der nationale Schiedsrichter Herbert Baier, Turnierleiter Alexander Schimmer und der regionale Unparteiische Oliver Puschak leiteten den Schach-Marathon Turnier souverän.

Würfeln und Fußball in der Pause

Das schlechte Wetter konnte den Schachspielern, die in den vergangenen elf Jahren bei dieser Veranstaltung fast nur von gutem Wetter verwöhnt worden waren, nicht die Stimmung vermiesen. Die Regenpausen nutzten die jüngeren Spieler, um sich mit Fußball auf dem Sportgelände der Schule auszutoben. Als Rahmenprogamm wurden ein Grillabend und ein Würfelblitzturnier über neun Runden Schweizer System veranstaltet. Obwohl beim Grillen der Regen wieder einsetze, genossen die Spieler ihr Fest. Das anschließende Würfelturnier, an dem 28 Spieler teilnahmen, gewann mit 7,5 Punkten Alexander Hilverda vom SC Erlangen vor seinem Vereinskameraden Michael Willim. Herbert Baier vom SK Freising wurde Dritter.

Nur remis gegen Jansen

Die 24. Seebach-Open waren spannend bis zum Schluss. Für den Großenseebacher Alexander Seyb, der Spitzenspieler beim Bundesligaverein SC Forchheim ist und als Favorit in das Kampfgeschehen ging, lief es in den ersten sechs Runden sehr gut. Er gewann fünf Partien, musste sich nur gegen Dirk Norbert Jansen in Runde 4 mit einem Remis begnügen. Vor der entscheidenden siebten Runde hatten neben Seyb nur Jansen und Reiner Heimrath 5,5 Punkte - gefolgt von den Dieter Seyb und Norbert Strobel mit fünf Punkten und elf Spielern mit 4,5 Zählern.
In der siebten Runde endeten die Spitzenpaarungen Reiner Heimrath gegen Alexander Seyb und Dirk Norbert Jansen gegen Dieter Seyb jeweils unentschieden. Während es an den zwei Spitzenbrettern recht friedlich zuging, wurden die nächsten 9 Bretter voll ausgekämpft, so dass es immer einen Sieger gab. Alexander Hilverda verlor gegen Norbert Strobel und folgende Spieler schoben sich mit einem Sieg in der letzten Runde auf die vorderen Plätze: Vitaly Promyshlyanskyy, Dominik Nöttling, Jonas Hacker, Jörg Mehringer und Michael Willim.

Vier punktgleiche Spieler

Beim Endstand gab es vier Sieger mit sechs Punkten, gefolgt von 12 Spielern mit 5,5 Zählern. Bei gleicher Punktezahl entscheidet die Buchholzwertung die Reihenfolge der Sieger. Sie besteht aus der Summe der Punkte, die die Gegner des Spielers erkämpft haben. Und so wurde Alexander Seyb, der immer an Brett 1 gespielt hatte, durch die bessere Buchholzwertung von Dirk Norbert Jansen noch vom ersten Platz verdrängt. Bei der Siegerehrung übergab Bürgermeister Bernhard Seeberger zusammen mit dem Schach-Abteilungsleiter Bernd Borel die Preise an die Sieger. Den MBE- Mannschaftspreis überreichte Douglas Martin von Martins‘ Business English Herzogenaurach.