Nach den ersten drei Spieltagen der A-Klasse 2 steht sie mit der vollen Punkte-Ausbeute und 13:4 Toren ganz oben. Mit leichter Verzögerung ist auch bei Stürmer Fabian Schöbel der Knoten geplatzt und der 20-Jährige hat eine Erklärung für den Etzelskirchener Aufwärtstrend: "Ich mache mir damit wahrscheinlich keine Freunde, aber bei einigen Spielern sind wir froh, dass sie weg sind. Sie haben letzte Saison viel Unruhe reingebracht und sich nichts sagen lassen." Freunde hat Schöbel dafür im neuen Kader, auch außerhalb des Platzes. "Wir unternehmen fast jeden Tag etwas zusammen, sind eine richtige Einheit geworden. Und das macht sich im Spiel bemerkbar."
So wie vergangenen Sonntag, als Schöbel gleich fünfmal zuschlug. "Allein in der ersten Begegnung hätte ich fünf Tore schießen müssen", sagt er selbstkritisch.
Umso schöner empfand er die Erfolgserlebnisse gegen die Bezirksliga-Reserve des SV Buckenhofen: "Beim ersten Treffer hat mich Robert Calina steil geschickt, ich habe einen Gegenspieler aussteigen lassen und mit Hilfe des Innenpfostens eingeschoben", erzählt der in Adelsdorf wohnende Angreifer. Auch an die anderen vier Treffer, darunter ein Hattrick in 13 Minuten, erinnert er sich bestens. Calina und Matthias Wellein steuerten Nummer 6 und 7 zum Endstand bei.
Neben den gedemütigten Gästen, für die Florian Dietz den Ehrentreffer markierte, gab es auch in den Reihen der SpVgg einen, der sich nicht recht über den Kantersieg freuen konnte: Florian Maier. "Wir haben einen Elfer bekommen und da ich schon fünf Tore geschossen hatte, wollte ich Flo ranlassen. Er wollte es allen zeigen, hat aber leider nicht getroffen. Er ist aber ein sehr guter Spieler und dazu erst 18 Jahre alt", tröstet Schöbel.

Probleme mit den Reserven

Schließlich darf sich auch Maier Tabellenführer nennen. Als Meisterschaftsfavoriten sieht Schöbel sein Team aber nicht. "Ich erwarte Röttenbach II und - trotz des Fehlstarts mit nur einem Zähler - Adelsdorf II in dieser Rolle", sagt Schöbel. Obwohl, oder gerade weil er mit Reserven keine guten Erfahrungen gemacht hat. "Ich finde es nicht gut, dass Mannschaften in der A-Klasse so stopfen dürfen. Das spiegelt nicht die Leistung der Reserve wider und sollte abgeschafft werden", erklärt der 20-Jährige. Der TSV Hemhofen habe das vergangene Saison zu spüren bekommen, als er nach Monaten mit Kurs auf die Kreisklasse noch auf den dritten Platz abrutschte. "So ist ein Aufstieg nicht planbar", sagt Schöbel.

Das Ziel ist der Aufstieg

Dennoch verfolge Etzelskirchen dieses Ziel. "Und das haben wir bisher bestätigt", glaubt Schöbel. Schon im Rückspiel gegen Buckenhofen könne das Kräfteverhältnis aber ganz anders ausschauen. "Man weiß bei Reserven nie, wer aufläuft", sagt Schöbel und bringt einen Vorschlag ins Spiel: "Innerhalb einer Saison sollten nur drei Spieler nach unten aushelfen dürfen."
Wenn Fabian Schöbel vor der Partie ähnlich viel Zielwasser trinkt wie am Sonntag, dürfte aber nicht viel schief gehen. Dabei hat der Adelsdorfer als Jugendlicher bis zum Wechsel aufs Großfeld noch das Tor gehütet. "Das war mir aber irgendwann zu langweilig", sagt er. Auch wenn ihm seine neue Aufgabe besser gefällt, fügt er hinzu: "Wenn ich nie treffe und wir alle Spiele gewinnen, ist das schöner als jedes eigene Tor."