Zu viele individuelle Fehler führten allerdings dazu, dass das Match mit 59:67 verloren ging. Die Schuhstädter sollten schauen, nächste Woche im letzten Saisonheimspiel gegen Weiden noch mal zu gewinnen, um nicht doch noch mit dem Abstiegsgespenst in Konflikt zu geraten.

Take-Off Würzburg - TS Herzogenaurach 67:59

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und Centerspieler Malcolm Boone (18 Punkte) wuchtete sich mit all seiner Power erfolgreich in Richtung Korb. Nach drei Minuten, beim Stand von 7:2, fingen die Longhorns und insbesondere der athletische Marcus Knight an, die Intensität zu erhöhen. Knight, der diesmal mit 24 Punkten Topscorer der Aurachstädter war, erkämpfte sich drei Ballgewinne in Folge und münzte diese in Fast-Break-Punkte um.
Dazu wurde fortan Mike Kaiser besser ins Spiel gebracht, der aus der Halbdistanz zu Punkten kam, und nach dem ersten Viertel führten die Longhorns mit 20:18.
Der zweite Durchgang verlief weiter ausgeglichen. Für die Mainfranken übernahm Paul Brotherson (13) die Verantwortung in der Offensive und netzte erst einen Dreier ein, um dann gleich einen Korbleger nachzuschieben. Für die TSH erzielte Michael Finger zwei Dreier in Folge und nach fünf Minuten leuchtete es 28:28 von der Anzeige. Nun merkte man den Longhorns die mangelnden Wechselmöglichkeiten an. Sie leisteten sich einige Ballverluste, die die Würzburger zu Fast-Breaks nutzten und mit 35:30 in Führung gingen.
Das dritte Viertel dominierten zuerst die Gastgeber aus Unterfranken. Nicolau Dilukila (11) brachte die Seinigen mit zwei Dreiern weiter in Front. Die TSH verfing sich nun in unkoordinierten Einzelaktionen, die nicht den erhofften Erfolg brachten. So setzte sich der Tabellensiebte bis auf 44:32 ab, doch nach einer Auszeit fingen sich die Longhorns wieder. Markus Person und Markus Krempels harmonierten prächtig und legten sich gegenseitig gute Würfe auf. Frederik Simon sicherte im Verbund mit Rajiv Althaus Rebounds in der Defensive, doch der Rückstand verringerte sich kaum (53:42).

Auch im letzten Viertel konnten die Aurachstädter zunächst trotz etlicher Chancen nicht verkürzen. In der Verteidigung erkämpften sie sich immer wieder Bälle, aber vorn war die Wurfquote schlecht. Beide Seiten taten sich schwer, einen Offensiv-Rhythmus zu finden, bis die Herzogenauracher durch einige Umstellungen plötzlich wieder regelmäßig punkteten. Bis auf sechs Zähler bei noch zwei Minuten Spielzeit kamen sie heran und Spannung kam auf. Zweimal hatte die TSH noch die Chance, in direkte Schlagweite zu kommen, doch die Würfe gingen knapp daneben.
"Wir haben heute trotz des reduzierten Kaders eine gute Leistung gezeigt. Hätten wir das dritte Viertel nicht verschlafen, wäre durchaus ein Sieg drin gewesen. Das Gute ist, dass wir bis zuletzt gekämpft haben und immer wieder zurück ins Spiel gekommen sind", betonten die beiden Herzogenauracher Coaches, Angelos Plantzas und Peter Simon. Jetzt sei es wichtig, gegen Weiden zu gewinnen, um mit dem Abstieg zu hundert Prozent nichts mehr zu tun haben. "Weiden ist physisch ebenso stark wie die Würzburger und so müssen wir diese Woche extrem an unserem Rebound-Verhalten arbeiten", erklärte das Trainerduo weiter.