Einen Big Point für das große Ziel Klassenerhalt haben die Regionalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach zum Rückrundenauftakt vor eigenem Publikum errungen. Mit zwei Punkten Vorsprung setzten sie sich gegen den Tabellenletzten USC Leipzig durch und sind so in sicherere Gefilde im Tableau vorgerückt. Mit nunmehr 5:9Siegen liegen die Aurachstädter jetzt auf dem elften Tabellenplatz, drei Siege und drei Plätze vor den Leipzigern, die auf dem vierzehnten und letzten Rang liegen und 2:13 Siege aufweisen. Leider konnten die Longhorns den direkten Vergleich nicht für sich entscheiden, allerdings konnten aber auch die Sachsen das nicht tun. Denn das Hinspiel endete 65:63 für Leipzig und so wird auf das gesamte Korbverhältnis zurückgegriffen. Dabei liegt die TSH aber mit knapp 120 Punkten vorne und somit sieht es momentan sehr gut aus.
TS Herzogenaurach -
USC Leipzig 59:57
Zu Beginn der Partie agierten die Aurachstädter sehenswert. Der Angriff lief rund und der diesmal beste Longhorn Mike Kaiser(27) zog einige Male erfolgreich zum Korb. Dazu wurde er vom starken Rajiv Althaus unterstützt und die TSH lag nach acht Spielminuten mit 24:12 in Front. Doch plötzlich verloren sie ihren Rhythmus und die Sachsen konnten durch Hagen Hohlfeld auf 18:24 bis zur Viertelpause verkürzen.
Das zweite Viertel sollte unansehnlich werden. Beide Mannschaften erlaubten sich gegen die jeweils sehr starke Defensive viel zu viele Ballverluste und Punkte wurden zur Mangelware. Die Herzogenauracher fanden ihr Glück noch durch den beherzt spielenden Thomas Simon, der sich ab und an unter dem Korb durchsetzen konnte und auch Markus Krempels trug sich in die Scorerliste ein. Nichtsdestotrotz konnte der Tabellenletzte das Spiel offen halten und zur Halbzeit führten die Aurachstädter mit 35:30.
Wer gedacht hatte, dass die Longhorns jetzt aufdrehen und die Leipziger an ihrem kräfteraubenden Spiel zusammenbrechen würden, irrte sich. Denn der Tabellenletzte übernahm nun das Momentum und Hagen Hohlfeld traf aus allen Lagen. Punkt um Punkt holten die Sachsen auf und zogen bis zur Viertelpause mit fünf Punkten an den Longhorns vorbei und führten vor den letzten zehn Minuten mit 47:42.

Starke Defensivleistung


Es herrschte Totenstille in der Halle und die Atmosphäre fühlte sich stark nach Niederlage für die Herzogenauracher an. Aber man sollte niemals das Herz eines wahren Bullen unterschätzen. Die Herzogenauracher zogen sich gegenseitig mit viel Unterstützung durch ihr jetzt wieder erwachendes Publikum aus dem Treibsand und kehrten eindrucksvoll zurück. Einen extrem wichtiger Dreier von Mike Kaiser und zwei Freiwürfe von Thomas Simon später war die Partie wieder ausgeglichen(47:47).
Der Wind hatte sich wieder gedreht und Mike Kaiser lief zur Höchstform auf. Ob aus der Distanz, mit Zug zum Korb oder von der Freiwurflinie, er traf schlichtweg alles. Der andere Grund für die plötzliche Stärke der Longhorns war die Defensive. In den ersten fünf Minuten des letzten Viertels gelang den Leipzigern nicht ein einziger Punkt und die TSH führte zwei Minuten vor Schluss mit sechs Zählern Vorsprung (56:50). Doch die Leipziger glichen durch drei Freiwürfe und zwei Korbleger wieder aus. 23 Sekunden vor Spielende stand Markus Person beim Stand von 57:57 an der Freiwurflinie: erster Freiwurf - getroffen - zweiter Freiwurf - getroffen - Nervenstärke in Reinform. Zwei Punkte Vorsprung für die Herzogenauracher und die Longhorns entschieden sich dafür, sauber zu Ende zu verteidigen, anstatt zu foulen und zu hoffen, dass die Leipziger die Freiwürfe nicht trafen. Und dieser Mut wurde belohnt, die Sachsen verwarfen ihre letzte Chance und so gewannen die Longhorns hauchdünn gegen einen sehr kampfstarken Gegner und feierten zusammen mit ihren Publikum den fünften Saisonerfolg.