TS Herzogenaurach - HC Erlangen

Davon unberührt bleiben sicherlich alle Attribute, die man von einem Spitzenspiel in dieser Liga erwarten darf. Allein die unmittelbare Nachbarschaft des aktuellen Tabellen-Dritten zum nur einen Punkt schlechter stehenden Gastgeber (5.) sollte für die richtige Betriebstemperatur sorgen. Hinzu kommt, dass die TSH- Akteure Sarah Stephan und Tanja Küffner aus der schier unerschöpflichen Talentschmiede in der Hugenottenstadt hervorgegangen sind - von deren Aufbauarbeit fast alle höherklassigen Frauenteams in Nordbayern profitieren.

Der weibliche Bereich hat es beim HC nicht einfach, steht doch der Männerhandball trotz des Abstiegs in die 2. Liga im Fokus der Bemühungen.
Dennoch haben einige Unverdrossene, zu denen der langjährige Trainer-Ausbilder Klaus Watzinger gehört, das weibliche Geschlecht nie im Regen stehen lassen, zumal Handball in Erlangen generell einen hohen Stellenwert besitzt.


Ehemalige Endrundenteilnehmer

Die HCE-Frauen sind nach einigen Jahren der freiwilligen Bayernliga-Abstinenz als Aufsteiger fulminant in die Saison gestartet. Neben erfahreneren Stützen wie Torfrau Vera Vierheilig und Christine Zimmermann setzt sich die Mannschaft aus jungen, technisch und taktisch aber schon enorm stabilen Akteuren zusammen, die als A- Jugendliche mit dem HC sogar die deutsche Endrunde erreichten.

Dank präziser Pässe ihrer Torfrau sind sie bei Gegenstößen schon in der ersten Welle außerordentlich erfolgreich. Gegnerische Abwehrlücken nutzen sie für blitzschnelle Durchbrüche. Aus der homogenen Mannschaft ragte bislang Mittelangreiferin und Spiellenkerin Viktoria Peters hervor, die den Heimsieg gegen Ottobeuren am vergangenen Spieltag festhielt. Auch die variable Defensive des HC ist stark, hat nur sieben Gegentore mehr kassiert als die TSH, dafür fünf Treffer mehr erzielt.


Kästl bangt um Alexa Dodan

Hans Jürgen Kästl zollt dem Nachbarn viel Respekt. Die Niederlage in Dietmannsried habe man sachlich analysiert, meint der Trainer der Turnerschaft. Am Sonntag muss er erneut auf die verletzte Torfrau Annika Bernhardt verzichten, Hermine Ohlmann ist beruflich verhindert. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter Alexa Dodan, die sich mit einem hartnäckigen Infekt durch die Woche quält. Im Derby müssen ohnehin alle Akteure zehn Prozent mehr in die Waagschale werfen.