Auf der Jahreshauptversammlung hüllte sich die sportliche Leitung noch in Schweigen, was weitere Personalien bei den Alligators anbelangt. Nun gab der Höchstadter Eishockey-Club aber die nächsten Entscheidungen bekannt: Die inzwischen altgedienten André Lenk und Daniel Goblirsch bleiben dem Bayernligisten erhalten, Nick Emmendorfer, der nur ein Pflichtspiel für die Mittelfranken absolvierte, verabschiedet sich dagegen wieder von der Aisch.


Das ewige Warten auf den Pass

Alle drei Spieler waren ein wenig die tragischen Helden der vergangenen Saison. Lenk schlug sich über die gesamte Spielzeit mit kleinen Verletzungen herum, weshalb er selten 100 Prozent seiner Leistung abrufen konnte. Goblirsch stieg erst zu den Play-offs in die Saison ein, da ihn eine Schulter-Operation zuvor am Training gehindert hatte.
Obwohl Emmendorfer in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, bekam er keinen deutschen Pass. So durfte der Sohn eines Amerikaners und einer Französin nur auflaufen, als der etatmäßige Kontingentspieler der "Panzerechsen", Tomas Urban, nach seiner dritten Disziplinarstrafe für ein Spiel gesperrt war.

Doch diese Partie absolvierte der 20-Jährige mit Bravour und deshalb hätten ihn die Verantwortlichen gerne weiter im Kader gehabt und daran gearbeitet, dass der gebürtige Erdinger seine Einbürgerung erhält. Allerdings verschlug es den talentierten Stürmer aufgrund seines Studiums nach Rosenheim.


Goblirsch will endlich Fuß fassen

Die anderen beiden sind derweil heiß auf die neue Saison, für Goblirsch bereits die siebte bei den Alligators. Der 24-Jährige möchte endlich als einer der ersten sechs Verteidiger Fuß fassen. Dafür arbeitete der Defensivmann bereits im Winter akribisch an seinem Comeback. Galt er früher noch als Heißsporn, ist das Höchstadter Eigengewächs mit nunmehr über 125 Einsätzen für die Aischgründer deutlich abgeklärter. In der Spielzeit 2015/2016 möchte er mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam machen und mithelfen, die Defensive des HEC zu stabilisieren.

Ähnliche Ziele verfolgt Lenk. Den zur Landesligasaison zusammen mit Daniel Jun aus Schönheide gekommenen 24-Jährigen verfolgte von Beginn an das Verletzungspech. Immer wieder wurde der spurtstarke Angreifer von diversen Blessuren zurückgeworfen.


Lenks Arbeit an der Konstanz

Um das zu ändern, befindet sich der gebürtige Sachse ebenfalls schon im Sommer in der Vorbereitung. Dass Lenk eine gute Rolle spielen kann, war in den Begegnungen, in denen er fit war, gut zu sehen: Mit schnellen Antritten sorgte er für gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor. In seiner fünften Saison für den HEC soll nun die für die Bayernliga notwendige Konstanz dazukommen, damit er dem Team noch häufiger helfen kann. mst