Zwei richtig heiße Wettkampftage in Regensburg liegen hinter den Leichtathleten des LSC Höchstadt. Zur Laufnacht starteten knapp 400 Aktive auf Strecken zwischen 800 und 5000 Metern.
Den Anfang machte Florian Lang, der seine Bestzeit über 800 Meter aus dem vergangenen Jahr unterbieten wollte. Mit einem perfekten Anfangstempo von knapp unter 56 Sekunden für die erste Stadionrunde erreichte er nach 1:55,02 Minuten das Ziel - eine Verbesserung um sieben Zehntelsekunden.

Ausstieg nicht nachvollziehbar

Bei immer noch gut 27 Grad gingen die 1500-Meter-Läufer an den Start. Tobias Budde folgte dem Tempomacher in der Führungsgruppe und lag eingangs der Schlussrunde aussichtsreich auf Platz 3. Doch 350 Meter vor dem Ziel stieg Budde aus, was im Anschluss weder er noch Trainer Markus Mönius erklären konnten. Einen ersichtlichen Grund gab es nicht.
"Ich werde meinen Regensburgfluch einfach nicht los" ,sagte ein frustrierter Budde, für den es nicht das erste Mal war, dass er ein Rennen in der Donaustadt vorzeitig beendete. Christian Amon konnte nach längerer Erkältung und Uni-Stress in 4:09,13 Minuten noch nicht an frühere Leistungen anknüpfen.
Beim gut besetzten 3000-Meter-Hindernisrennen, in das die bayerischen Meisterschaften integriert wurden, lief es für Zacharias Wedel wie am Schnürchen. Mit konstanten 1000-Meter-Zeiten (3:11 min) verbesserte er seine bisherige Bestzeit um knapp 30 Sekunden auf 9:33,34 Minuten und belegte Platz 3 in der Bayernwertung.
Bei der internationalen Gala am Folgetag durften die Nachwuchssprinterinnen Viola Mönius (W14) und Lea Heidenreich (W15) im Vorprogramm starten. Bei optimalen Bedingungen blieb Mönius nur zwei Hundertstelsekunden über ihrer Bestzeit (12,91s) und siegte bei der U16. Heidenreich verbesserte sich auf 12,97 Sekunden, hat aber noch viel Rückstand nach ihrem Bänderanriss.

Nach 1000 Metern war der Schwung raus

Marco Kürzdörfer hatte einen Startplatz im B-Lauf über 1500 Meter ergattert. Mit Tempomacher sollte es für einige Starter unter die DM-Norm von 3:49,00 Minuten gehen. Bis zur 1000-Meter-Marke sah es auch noch danach aus, aber dann wurde das Rennen langsamer und unrhythmisch. Der Chemiestudent musste sogar selbst Tempo machen. Im Zielspurt gab er alles, doch die Uhr blieb nach 3:49,73 Minuten knapp über der Norm stehen. Der 23-Jährige ist aber zuversichtlich, in einem der nächsten Rennen seine zweite Norm abliefern zu können.
Martin Grau war nur als Zuschauer dabei, er wird sich heute in Huelva (Spanien) einem internationalen Feld über 3000 Meter Hindernis stellen, um seine Saisoneinstiegszeit von 8:33 Minuten zu unterbieten.