Vor seinem Karriere-Ende bringt Michael Martin den Steilpass noch bei seinem Bruder Werner unter, der seit dem Rückzug des BSC Erlangen aus der Kreisliga 1 ER/PEG im Winter vereinslos ist. Ab dem Sommer will der 31-Jährige aber mit einem neuen Klub angreifen.

Wer hat Sie angespielt?
Werner Martin: Mein Bruder Michael, der mit dem SC Oberreichenbach leider kurz vor dem Abstieg aus der Kreisklasse 1 steht. Wie er bin ich noch nie abgestiegen und hoffe, dass es mir anders als ihm bis zum Schluss erspart bleibt. Am Telefon sprechen wir aber nicht nur über Fußball, sondern auch über familiäre Angelegenheiten.

Was stellen Sie mit Ihren Wochenenden an, seitdem Ihr Verein BSC Erlangen in der Winterpause zurückgezogen hat?
Ich bin eigentlich trotzdem jeden Sonntag auf einem Fußballplatz der Region.
Wo ich morgen zuschaue, weiß ich aber noch nicht.
Wie haben Sie den Niedergang des BSC erlebt?
Es ist sehr schade. Die Mannschaft hat alles versucht, um die Klasse zu halten und den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Es ist aber vorher schon zu viel passiert. Ich war ja erst ein halbes Jahr dort, weil ich meine Kumpels, die schon hier gespielt haben, unterstützen wollte.

Somit sind Sie einem Abstieg schon zum zweiten Mal knapp entkommen.
Vor etwa acht Jahren bin ich im Winter zu Johannis Nürnberg gewechselt, das nur 13 Punkte auf dem Konto hatte. Mit etwas Glück haben wir den Verbleib in der Bezirksliga noch geschafft.

Sie haben erst mit 14 Jahren das Fußballspielen angefangen?
Nach unserem Umzug aus Rumänien nach Deutschland habe ich mich dem SC Eltersdorf angeschlossen. Der Fußball hat mir geholfen, schnell die Sprache zu lernen und Freunde zu finden. Nebenbei habe ich Aufstiege mit Pinzberg in die Kreisklasse, mit dem ATSV Erlangen in die Kreisliga und mit Eltersdorf in die Landesliga feiern dürfen.
Kommt bald vielleicht noch einer dazu?
Im Moment spreche ich mit mehreren Vereinen von der Kreisklasse bis zur Bayernliga. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den Aufwand für drei Mal Training pro Woche noch einmal auf mich nehmen will oder lieber unterklassig spielen möchte.

An wen spielen Sie weiter?
Min Kandidat hat mich leider kurzfristig versetzt. Sorry...

Dann springen wir eben ein und bringen Frederik Dörr ins Spiel, der als Kapitän der zweiten Mannschaft der DJK Kersbach noch um den Verbleib in der A-Klasse 3 bangt.