TS Herzogenaurach - TSV Oberhaching

Die Gäste tun sich in dieser Saison ebenso schwer wie die Herzogenauracher. Deshalb und wegen der zuletzt guten Spiele gegen die Top-Mannschaften der Liga können sich die TSHler durchaus Hoffnungen auf einen Sieg und einen womöglichen Aufschwung machen.

"Wir haben uns bisher jede Woche gesteigert, gegen Ansbach erst nach Verlängerung verloren und auch letzte Woche gegen den Tabellenzweiten aus Leitershofen nur knapp verloren. Jetzt wird es höchste Zeit, uns für unsere harte Arbeit zu belohnen und endlich mal wieder zu gewinnen", sagt Longhorns-Coach Mario Dugandzic.


Mit Aggressivität ins Spiel

"Wir haben sicherlich Vorteile in Sachen Schnelligkeit und müssen diese nutzen, da die Oberhachinger unter dem Korb richtige Brecher haben.
Von daher wird es entscheidend sein, wer dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. Dafür werden wir von Beginn an 100 Prozent Einsatz bringen und mit höchster Aggressivität ins Spiel gehen", erklärt Dugandzic.

Mit dem Brecher unter dem Korb der Oberhachinger ist der genau zwei Meter große und circa 115 Kilo schwere Miljan Grujic gemeint, der den Herzogenaurachern in der Vorsaison schwer zu schaffen machte und derzeit 13,2 Punkte pro Partie erzielt. Trotz seiner körperlichen Ausmaße ist Grujic beweglich und trifft auch aus der Mitteldistanz. Dementsprechend schwer ist er zu verteidigen - da kommt auf die Center-Riege um Monty Rogers buchstäblich Schwerstarbeit zu.

Topscorer der Oberbayern ist aber nicht Grujic, sondern Flügelspieler Malo Valerien. Der beim FC Bayern München ausgebildete TSVler ist für die Longhorns ein guter Bekannter. Seine Stärken liegen im Zug zum Korb und im Wurf aus der Distanz. Mit 14,2 Punkten pro Spiel liefert er seine bislang beste Regionalliga-Saison ab und wird auch gegen die TSH versuchen, sein Potenzial auszuschöpfen.

Mit Janoch Kögler und Jermain Lippert, die jeweils knapp zwölf Punkte pro Partie erzielen, komplettiert sich die vierköpfige Angriffs-Hydra. Während Lippert sein Haupteinsatzgebiet unter dem Korb hat, ist Kögler ein Alleskönner, der sich auf fast jeder Position wohl fühlt und extrem unangenehm zu verteidigen ist.

Doch die Gastgeber brauchen sich nicht zu verstecken. Junioren-Nationalspieler Nelson Weidemann kommt immer besser in Form, ebenso wie Longhorns-Routinier Mike Kaiser. Zusammen bilden sie einen gefährlichen One-Two-Punch, der jederzeit jede Verteidigung der Liga zerlegen kann. Der Einsatz von Markus Person und Monty Rogers ist noch fraglich und wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.


Wechselnde Verteidigungen

Doch egal ob mit oder ohne die beiden - die Longhorns wollen unbedingt Saisonsieg Nummer 2 und haben sich etwas ausgedacht, um den Oberhachinger Angriffswirbel zu stoppen. Das Mittel zur Wahl werden wohl wechselnde Verteidigungen sein, bei denen Basketball-Liebhaber auf ihre Kosten kommen.