Die Titel sicherten sich der Fürther Maximilian Marterer (17) und die erst 15-jährige Nürnbergerin Sophia Büttner. Mit Spannung war erwartet worden, ob der frisch gebackene Deutsche U18-Meister Maximilian Marterer (TV Fürth 1860) erfahrene Größen wie Daniel Dolbea (TB Erlangen) oder seinen Teamkollegen Andy Kauntz hinter sich lassen würde.
In der enorm stark besetzten Konkurrenz gelang dem Hoffnungsträger der Durchmarsch ohne jeden Satzverlust. Im Viertelfinale behielt der Linkshänder unerwartet klar mit 6:1, 6:3 gegen Herren-35-Europameister Daniel Dolbea die Oberhand, ehe er durch einen 6:4, 6:4-Sieg gegen Vorjahresfinalist Christopher Aumüller (SC Uttenreuth) in das Finale einzog.
Auch im Endspiel gegen Sommer-Bezirksmeister Daniel Uhlig (1.
FC Nürnberg) wartete Marterer mit knallharten Auf- und Grundschlägen, gut getimten Netzangriffen sowie niedriger Fehlerquote auf und holte sich durch ein 6:3, 6:3 verdient den Siegerscheck über 500 Euro. Jungprofi Daniel Uhlig hatte im Halbfinale seinen ebenfalls 21-jährigen Klubkollegen Philipp Dittmer knapp mit 6:3, 4:6, 10:6 bezwungen. Aumüller schaltete im Viertelfinale Titelverteidiger Andreas Kauntz aus, Dittmer bezwang den mitfavorisierten Slowaken Peter Svabik (TSV Altenfurt).

Viel Potenzial am Netz

Die topgesetzten Akteure hatten in der Erlanger TB-Halle auch die Damenkonkurrenz fest im Griff. Zwar fehlten auch diesmal einige der mittelfränkischen Spitzenspielerinnen, darunter die Siegerin der letzten beiden Jahre, Celine Maier aus Altenfurt. Die junge Garde konnte jedoch mit druckvollem Tennis überzeugen.
Im Finale zeigten Sabrina Schmidt (18) und Sophia Büttner (beide CaM Nürnberg) dann etliche sehenswerte Grundlinien-Rallyes, wobei die 15-jährige Büttner auch ihr Potenzial am Netz bewies. Im zweiten Satz mussten beide dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, was sich in einer deutlich höheren Fehlerquote niederschlug. Im entscheidenden Super-Tie-Break wehrte die mutig agierende Büttner mit Können und Glück mehrere Matchbälle ab (einen davon per Netzroller) und gewann am Ende hauchdünn mit 3:6, 6:4, 13:11.
Angetan vom Verlauf und dem Niveau der Wettkämpfe zeigte sich Turnierleiter Günter Steinmüller. In den beiden 16-köpfigen Hauptfeldern schlugen 18 Akteure auf, die in der Deutschen Rangliste notiert sind. Für die erfolgreichen Damen und Herren wurden in Erlangen über 2000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet.