Ein Ausrutscher des schärfsten Verfolgers und ein deutlicher Erfolg im 14. Saisonspiel lassen die Bezirksliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach vorzeitig jubeln. Dem Spitzenreiter sind die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg nicht mehr zu nehmen.


HSG Erlangen/Niederlindach - TV Erlangen-Bruck II 25:13



Durch die Rückkehr von Dubiel nach einer Schulterverletzung und dank der Hilfe von Schoof aus der zweiten Mannschaft, der für den abwesenden Martens am Kreis zum Einsatz kam, konnte das Niederlindacher Trainergespann Hankel und Hauer wieder auf eine gut gefüllte Bank zurückgreifen.

So galt es, das Spiel gegen den Lokalrivalen für sich zu entscheiden, der gleich das erste Tor der Partie erzielte. Doch die HSG-Abwehr stand erneut sehr stabil und so gelang den Gastgebern schnell die 3:1-Führung. Zu viele Missverständnisse und technische Fehler legten dann aber das Angriffsspiel lahm und Bruck drehte die Partie vorerst zu seinen Gunsten (3:4). Beide Abwehrreihen ließen dem gegnerischen Angriff kaum Möglichkeiten, jeder Treffer musste hart erarbeitet werden. Chancen für schnelle, einfach Tore ließ die HSG dabei meist ungenutzt. In dem somit sehr engen Spiel konnte sich kein Team einen Vorteil erarbeiten. Bei wechselnder Führung hatte die HSG zur Pause knapp die Nase vorn und ging mit einer 8:7-Führung in die Kabine.


Ein Nackenschlag, von dem sich Bruck nicht mehr erholt



Für die zweite Halbzeit sollte sich nun der Angriff variabler zeigen und mehr Druck ausüben, um die gegnerische Abwehr häufiger zu überwinden. Dies gelang zunächst nicht und Bruck konnte wieder ausgleichen. Das zähe Spiel der ersten Hälfte setzte sich fort. Doch dann gelangen einige Ballgewinne, die zum ersten Drei-Tore-Vorsprung der Partie verwandelt wurden. Dann gab es jedoch eine Zeitstrafe für die HSG und Bruck hatte somit die Chance, wieder aufzuschließen. Doch die HSG-Abwehr, gestützt auf einen gut aufgelegten Schlussmann Rödel, stand felsenfest. In dieser wichtigen Phase gelangen Rühl zwei Gegenstoßtreffer und auch Willert zeigte sich aus dem Rückraum erfolgreich, sodass die HSG nach der Unterzahl mit 16:9 in Front lag. Von diesem Nackenschlag erholte sich Bruck nicht mehr. Die HSG setzte sich weiter ab. Über den Zwischenstand von 20:10 ging es munter weiter, bis am Ende ein 25:13 von der Anzeige leuchtete.

Durch den Sieg sicherte sich die HSG den Relegationsplatz und wartete nun gespannt auf das Ergebnis aus Röthenbach. In einer engen Partie behielt das Heimteam mit 33:32 die Oberhand über Buckenhofen II, sodass damit die Meisterschaft für die HSG feststand. Mit 14 Siegen aus 14 Spielen hat die HSG eine perfekte Ausbeute vorzuweisen und nun acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Buckenhofen. Bei noch vier ausstehenden Partien, können diese maximal noch aufschließen, durch die beiden Siege der HSG im direkten Vergleich aber nicht mehr vorbeiziehen. Somit sind Niederlindach der Titel und die Rückkehr in die Bezirksoberliga nicht mehr zu nehmen.