Der Befreiungsschlag lässt weiter auf sich warten. Nun hat die SpVgg Heßdorf in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken 1 nur noch fünf Spiele Zeit, um den Vier-Punkte-Abstand auf das rettende Ufer aufzuholen. Der FC Herzogenaurach kratzt in Kornburg an der Sensation, hat aber knapp das Nachsehen und nur noch drei Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone.


SpVgg Heßdorf - Cagri Spor Nürnberg 1:3

Nach der Derby-Niederlage in Herzogenaurach hatten die Mannen von Trailer Litz einiges gutzumachen und starteten engagiert ins Spiel. Doch List (4.) und Bräunig (10.) zielten zu ungenau. Auf der anderen Seite rettete Torwart Heinlein im Eins-gegen-Eins mit Celik (15.). Das gleiche Schicksal ereilte auch Güler, als die Heßdorfer Abwehr zu weit aufgerückt war.
Die SpVgg war aber unbeeindruckt und zog weiter ihre Linie durch: List verzog noch knapp (29.., doch vier Minuten später zirkelte Bräunig einen Freistoß derart geschickt auf den ersten Pfosten, dass der Ball neben dem verdutzten Nürnberger Keeper zum 1:0 in den Maschen landete. Dabei blieb es bis zur pause, weil Heinlein bei einem Kopfball von Ramazan Yüce zur Stelle war.

Die zweiten 45 Minuten begannen dann aber denkbar schlecht für die Gastgeber: Keine fünf Minuten waren absolviert, da musste Heinlein das erste Mal hinter sich greifen: Nach einem schnellen Angriff kam eine Nürnberger im Strafraum zu Fall, den anschließenden Elfmeter setzte Torjäger Ismail Yüce zum 1:1 flach ins Eck.
Heßdorf strahlte vor allem durch Standardsituationen Gefahr aus, doch Purucker zielte nach einem Freistoß zu hoch (56.). Zwei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag: Ein Eckballsegelte quer durch den Heßdorfer Strafraum, prallte schließlich auf dem Fuß des verdutzten List und landete zum 1:2 in den Maschen (59.).

Nun zeigte sich die SpVgg doch etwas geschockt, und Cagri Spor suchte die Entscheidung herbeiführen. Nach einem weiten Ball auf Ramazan Yüce legte dieser das Leder mit der Hacke an den Heßdorfer Verteidigern vorbei und zirkelte den Ball aus 22 Metern unhaltbar ins Eck (78.). In der Schlussphase versuchten die Heßdorfer alles, um zum Anschlusstreffer zu kommen, der Gast ließ den Ball aber geschickt laufen und keine Gefahr mehr aufkommen. bh
SpVgg Heßdorf: Heinlein - Purucker, Müller, Dittl, Büttner - Wildeis (73. Biermann), Vogel, List, Straub - Bräunig, Habermann



TSV Kornburg - FC Herzogenaurach 2:1

Wie schon im Hinspiel lieferten sich die Kontrahenten einen packenden Fight. In beiden Strafräumen war für reichlich Höhepunkte gesorgt, und so hätten auch die Gäste - mit etwas Glück - das bessere Ende für sich haben können. Der neue Tabellenführer hatte eine starke Anfangsphase und überrannte die Pumas. Zunächst scheiterte Torjäger Pasko an Torwart Florian Peter (1.), zwei Minuten später senkte sich der Ball nach einem Pressschlag aus 25 Metern in die Maschen. TSV-Kapitän Oliver Skuza ließ sich als Torschütze feiern.

Gleich im Gegenzug vergab Kevin Rockwell die Chance auf den Ausgleich, und wenig später gab es den nächsten Dämpfer: Michal Nowak nahm von der Strafraumgrenze Maß und traf flach zum 2:0 (8.). Doch die Gäste waren nicht geschockt und drängten auf den Anschluss. Doch Rockwell hatte erneut Pech (24.) und Eric Stübing traf nur den Pfosten.

Doch kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Bemühungen der Pumas endlich belohnt: Rockwell gelang der Anschlusstreffer (51.), und weil sich der Kornburger Pasko im Zuge dieser Aktion die Rote Karte bei Schiedsrichterin Magdalena Noderer (TSV Eysölden) abholte, standen bei den Gästen alle Zeichen auf Angriff. In Überzahl drängte der FCH nach vorn, Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik hatte vor 170 Zuschauern zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Doch es sollte nicht sein, die Gastgeber retteten sich ins Ziel und verdrängten die spielfreie SpVgg Erlangen vorerst von der Tabellenspitze. red
FC Herzogenaurach: Peter - Galster (81. Reklin), Zenger (81. Wenglein), Peetz, Kusnyarik, Wolf, Reinhardt, Thomann, Rockwell, Stübing, Amling