Andre Lenk, der 2011 zusammen mit Daniel Jun von Schönheide nach Höchstadt kam, wird von Sport-Vorstand Jörg Schobert für Einsatz und Arbeitseifer geschätzt. Sein Bruder Lukas, der in sein drittes Jahr beim HEC geht, überzeugt durch Talent und Schnelligkeit. Die beiden beantworteten Fragen zur vergangenen sowie zur kommenden Saison und erzählten, wie es ist, mit dem Bruder auf dem Eis zu stehen.

Warum haben Sie sich entschieden in Höchstadt zu bleiben?
Andre Lenk: Mir gefällt es in der Region, ich habe hier Arbeit und meine Freundin studiert hier. Auch außerhalb vom Eishockey habe ich schon gute Freunde kennengelernt.
Lukas Lenk: Ich fühle mich hier wohl und habe tolle Leute kennengelernt. Und nach dem sportlichen Abstieg war für mich direkt klar, dass man so keinen Verein verlässt.

Wie sehen Sie Ihre eigene Leistung der vergangenen Saison und was sind die nächsten Ziele?
Andre Lenk: Dazu mag ich mich eigentlich nicht äußern, da ich eh' nie mit mir zufrieden bin. Wir haben es als Mannschaft nicht geschafft den Abstieg zu verhindern, also müssen wir uns dieses Jahr noch viel mehr zusammentun, um den Wiederaufstieg zu schaffen.
Lukas Lenk: Meine Leistung war durchwachsen. Klar hab ich persönliche Ziele, aber die sind in einem Mannschaftssport nicht so wichtig. Es zählen die des Teams und des Vereins. Dazu will ich meinen Teil beitragen.

Macht es einen Unterschied, ob Sie zusammen oder mit anderen Teamkollegen auf dem Eis stehen?
Andre Lenk:
Ja, es ist schon was Besonderes. Ich sehe ihn im Spiel zwar nicht so richtig als Bruder sondern als Mitspieler, aber wir verstehen uns in manchen Situationen blind und manchmal hat man dann einfach so ein Gefühl, wo er gleich stehen könnte. Ich erwarte von Lukas mehr als von anderen, aber wenn mal was sein sollte, dann bin ich immer da.
Lukas Lenk: Mit dem großen Bruder zusammen zu spielen, ist etwas Besonderes. Noch besser wäre es, wenn mein anderer Bruder auch noch dabei wäre. Man blendet das zwar etwas aus auf dem Eis, aber es gibt eben genau diese Momente, wo ich weiß wo er hinspielen wird...

Sie sind beide nicht gerade für Gelassenheit auf dem Eis bekannt... Wer regt sich mehr auf?

Andre Lenk: Lukas. ich bin schon ruhiger geworden, aber früher war ich mindestens genauso schlimm, wenn nicht schlimmer. Nach dem Spiel brauche ich einige Zeit, um mich wieder zu beruhigen.
Lukas Lenk: Wenn man mit einem Tor zurück liegt sind die Emotion größer als wenn man mit drei Toren führt. Man will den Sieg dann noch mehr, so dass manchmal der Kopf abschaltet. Mit dem Beruhigen ist es eine andere Sache, ich glaube, da bin ich schneller. Außer beim letzten Spiel gegen Miesbach

Das Gespräch führte
Caroline Hauke