Gegen die Tabellenführer aus Marktleuthen und Hollfeld hielten die Schachspieler des SC Höchstadt lange gut mi, obwohl viele Stammkräfte fehlten. Für Zählbares reichte es letztendlich nicht und so spukt das Abstiegsgespenst sowohl in der Regionalliga Nord-West als auch in der Bezirksliga West Oberfranken wieder über die Bretter. Erfolgreich könnten hingegen die oberfränkischen Einzelmeisterschaften verlaufen, die von Sonntag, 3., bis Mittwoch, 6. Januar, auf Schloss Schney bei Lichtenfels ausgetragen werden. Mit rund 20 Teilnehmern stellt Höchstadt den größten Kader und hat insbesondere in den Jugendgruppen beste Chancen auf Titel und Pokale.


Regionalliga Nord-West: 1. FC Marktleuthen - SC Höchstadt 5:3

Nominell war 1. FC Marktleuthen dem SC Höchstadt an jedem der acht Brett überlegen, zumeist sehr deutlich.
Die Pleite kam für die ersatzgeschwächten Gäste, die auf vier Stammspieler verzichten mussten, nicht ganz unerwartet. Doch die Höchstadter hielten stundenlang gut mit. Oliver Mönius tauschte viel Material und sicherte ein erstes Remis. Für Horst Schulz war sogar mehr drin als das zweite Remis.
Marktleuthen ging in Führung, als Alfred Götzel ein Turm-Läufer-Endspiel nicht mehr halten konnte. Altmeister Janusz Gorniak überschritt in guter Position die Bedenkzeit und verlor dadurch sofort. Tobias Schwarzmann glänzte mit der einzigen Höchstadter Gewinnpartie, seinem Bauernsturm hatte sein Gegner nichts entgegenzusetzen. Bei Michael Brunsch kam es zum Dauerschach, was Remis bedeutet.
Lukas Schulz bot erneut eine hochtaktische Partie, nach dem Königsgambit stand das Brett in Flammen. In beiderseitiger Zeitnot hatte sein Gegner das bessere Ende für sich. Alexander Mönius gelang zum Abschluss nach fünf Stunden Spielzeit ein Remis in einem komplexen Läufer-gegen-Turm-Endspiel.
Damit stand die 3:5-Niederlage fest. Mit nur 1:7 Mannschaftspunkten überwintert Höchstadt auf Platz 9 von 10 in der Regionalliga Nord-West.


Bezirksliga West Oberfranken: SC Höchstadt II - SG Hollfeld/Memmelsdorf 2,5:5,5

Da die Gäste nur mit sieben Spielern antraten, ging der ebenfalls ersatzgeschwächte Außenseiter mit 1:0 in Führung. Über vier Stunden lang war es ein Duell auf Augenhöhe, Höchstadt hatte sich an vielen Brettern Vorteile erspielt. Doch dann setzten sich die Gäste Brett für Brett durch. Peter Metzner verlor seinen wichtigen a-Bauern, Elias Pfann nach einem Damentausch einen Läufer - 1:2.
Michael Gorka und Norman Bauschke resignierten in Zeitnot. Joachim Kröger hingegen eroberte Bauer um Bauer und konnte seinen vierten Sieg im vierten Spiel feiern. Beim Stand von 2:4 zog Wolfgang Paulini den Kürzeren, sodass die Niederlage feststand. Mannschaftsführer Gerhard Leicht verpasste am Spitzenbrett den Sieg und einigte sich auf ein Remis. Somit steht Höchstadt II mit 2:6 Mannschaftspunkten auf Rang 7 der Zehner-Liga. Am nächsten Spieltag geht es zum noch punktlosen Schlusslicht SK Weidhausen II.


Kreisliga Bamberg

Der SC Höchstadt III absolviert in der Kreisliga Bamberg nur sieben statt neun Saisonspiele und steigt erst Mitte Januar wieder ins Schachgeschehen ein. 2:4 Mannschaftspunkte bedeuten aktuell den fünften Rang unter acht Teams.