Nichts zu holen gab es für die Handballer des HC Erlangen im Sonntagsspiel der 2. Bundesliga bei Erstliga-Absteiger Eintracht Hildesheim. Die Mannschaft von HC-Trainer Frank Bergemann musste mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck die lange Heimreise aus Niedersachsen antreten.

Eintracht Hildesheim - HC Erlangen 27:22

Von Anfang an lief es nicht gut gelaufen für die Mittelfranken. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase - nach sechs Spielminuten stand es noch immer nur 1:0 für die Gastgeber - zogen die Niedersachsen bis zur 20. Minute bis auf 10:2 davonziehen. "Die Hildesheimer haben von Anfang an versucht, uns den Schneid abzukaufen und das ist ihnen dann letztlich auch gelungen", analysierte Frank Bergemann nach dem Spiel.
Eigentlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt schon gelaufen für die Mannschaft aus Erlangen.
Gegen eine solch erfahrene Mannschaft wie den Bundesliga-Absteiger hat man bei solch einem Rückstand immer schlechte Karten. Doch der HC Erlangen kämpfte sich, gestützt auf Keeper René Selke, wieder einigermaßen ins Spiel zurück und kam über die nun deutlich besser angenommenen Zweikämpfe noch einmal zurück. Immerhin wurde der Acht-Tore-Rückstand innerhalb der letzten zehn Minuten vor der Pause wieder halbiert. Doch dann traf der Hildesheimer Schwede Max Jonsson zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 8:13 aus Erlanger Sicht und der HC musste mit einem psychologisch ungünstigen Fünf-Tore-Rückstand in die Kabine gehen.

Auf der Stelle getreten

In der zweiten Hälfte erfolgten zwei Umstellungen im Erlanger Team, als Bergemann versuchte, Jonsson (13 Treffern erfolgreichster Hildesheimer) und Rechtsaußen Tzimourtos aus dem Spiel zu nehmen. "Das hat die Deckung weiter stabilisiert, aber vorne haben wir unsere Chancen nicht im ausreichenden Maß genutzt", sagte der enttäuschte HC-Coach. Und weiter: "Es ging einfach nicht voran. Wir haben immer einen Schritt nach vorn gemacht und sind dann wieder einen zurückgegangen. Damit sind wir auf der Stelle getreten gegen einen Gegner, der unterm Strich klar besser gewesen ist als wir."