Fußball kann grausam sein. Das mussten die Frauen des FSV Großenseebach in der Bezirksoberliga schmerzlich feststellen. Richtig gut lief es in den unteren Klassen dagegen für die Teams aus Oberreichenbach, Herzogenaurach, Hammerbach und Lonnerstadt und Baiersdorf.

Bezirksoberliga Mittelfranken: TSV Frauenaurach - TSV Brand 1:1

Die Damen des TSV Frauenaurach starteten furios und hatten schon früh erste Chancen, in Führung zu gehen. Doch Nilüfer Kayain schoss den Ball erst knapp am Tor vorbei (5.) und traf nur kurze Zeit später nach einem Kopfball den Pfosten (14.). Danach kamen die sehr zweikampfstarken Spielerinnen des TSV Brand besser ins Spiel. Angetrieben von Jessica Miess und Daniela Puscha erspielten sie sich nun auch Torchancen. Als schon alle mit dem Pausenpfiff rechneten, gelang Miess in der 44.
Minute mit einem Schuss aus 30 Metern, der sich ins rechte obere Toreck senkte, die 1:0-Führung. Nur vier Minuten nach der Halbzeit wehrte Brands Torhüterin Tatjana Auterhoff einen Freistoß von Alina Mahr noch ab, gegen den Nachschuss von Kaya zum 1:1-Ausgleich war sie allerdings machtlos.

Bezirksoberliga Mittelfranken: SpVgg Erlangen - FSV Großenseebach 2:1

"Mit einem Punkt hätten wir leben können, aber um genau diesen wurden wir betrogen", erklärte FSV-Trainer Bernd Niering, der am Montag beim Schiedsrichter-Obmann telefonisch seinem Unmut über die Leistung des Unparteiischen Luft machte. "Ein klares Tor, das den Ausgleich bedeutet hätte, wurde nicht gegeben, dazu hat er vor Ablauf der regulären Spielzeit abgepfiffen, obwohl es zusätzlich noch vier bis fünf Minuten Nachspielzeit oben drauf hätte geben müssen", erklärte Niering angesäuert.
In der ersten Halbzeit hatte die "Spieli" leichte spielerische Vorteile, Chancen gab es aber hüben wie drüben. Das 1:0 resultierte aus einem Konter, dem ein nicht geahndetes Foul an einer Großenseebacherin vorangegangen war. Christina Strobl war die Torschützin (35.). Der FSV, der auf drei Stammkräfte verzichten musste, war nun verunsichert und leistete sich einen Schnitzer in der Abwehr, den Sabrina Hüttersen zum 2:0-Halbzeitstand nutzte (38.). Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste das Kommando und drängten vehement nach vorn. Als Verena Lechner per Freistoß der Anschlusstreffer gelang (60.), warf der FSV endgültig alles nach vorn und wäre beinahe belohnt worden. Nach einer Ecke brachte eine Erlangerin im Gewühl die eigene Torfrau zu Fall und eine Gästespielerin schoss den Ball ins leere Tor. Doch der Schiedsrichter gab den Treffer nach langen Überlegungen nicht und pfiff die Partie ab, ohne die längere Behandlungspause für die "Spieli"-Torfrau nachspielen zu lassen.

Bezirksliga Mittelfranken Nord: SK Lauf - SC Gremsdorf 4:5

Wieder so ein knappes Ergebnis - die "Bixn" machen es heuer spannend. Diesmal hatten sie das bessere Ende wieder auf ihrer Seite, obwohl sie nur zu zwölft nach Lauf gefahren waren und in der Schlussphase ohne Wechselmöglichkeit auskommen mussten, da sich Jenny Schmidt am Ellenbogen verletzte. Die Gastgeberinnen erwiesen sich - anders als es die Tabellensituation vermuten lassen könnte - als ebenbürtiger Gegner mit einer brandgefährlichen Stürmerin, die aber bei Nicole Mönius gut aufgehoben war.
Den Gremsdorferinnen war die Anspannung nach der Pleite aus der Vorwoche anzumerken, waren aber über weite Strecken überlegen, und wenn Lauf nicht zwei schmeichelhafte Elfmeter zugesprochen bekommen hätte, wäre der Sieg wohl deutlicher ausgefallen. Kathrin Litz (10.) hatte die Gäste früh in Führung gebracht, ehe Anke Esser (20.) und Mandy Schmidt (25., FE) für den SK erfolgreich waren. Doch noch vor der Pause sorgte Sonja Lutz (35.) wieder für ausgeglichene Verhältnisse.
Nach dem Seitenwechsel waren die "Bixn" am Drücker, und Kathrin Litz stellte die Weichen mit einem Doppelschlag auf Sieg (60., 75.). Dann ging es hin und her: Ein weiterer Elfmeter, verwandelt von Jystina Baumgart (80.), brachte Lauf wieder in Schlagdistanz, Sonja Lutz stellte den alten Abstand wieder her (85.). Nur eine Minute später gelang Annika Litz der neuerliche Anschlusstreffer, doch die Gäste ließen sich davon nicht mehr nervös machen und retteten den Vorsprung ins Ziel.

Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund: DJK Schnaid/Rothensand - SV Weilersbach 1:2

Nachdem die DJK in den ersten beiden Saisonspielen böse unter die Räder gekommen war, verkaufte sie sich gegen die Weilersbacherinnen deutlich teuer, ging kurz vor der Pause durch Jenny Kriegner sogar mit 1:0 in Führung (40.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste, die neben Schnaid/Rothensand bisher die Schießbude der Liga sind, stärker und verdienten sich ihren zweiten Saisonsieg, den Anna-Sofie Güttler (55.) und Lena Laengenfelder (76.) mit ihren Treffern sicherstellten.

Kreisliga ER/PEG: SC Oberreichenbach - SpVgg Effeltrich 7:1

Der SCO holt sich das Selbstvertrauen zurück, das letzte Saison nach dem Aufstieg in die Bezirksliga etwas verloren ging, weil man Woche für Woche Lehrgeld bezahlte. Zurück in der Kreisliga klappt das Toreschießen wieder, wobei Trainer Rainer Kufer den Fokus anders setzt: "Wir wollen uns fußballerisch weiterentwickeln." Und das setzte die junge Truppe gegen überforderte Gäste gekonnt um. Sie ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 durch Laura Hübner (42.) nicht nervös machen und schlug postwendend zurück. Die Tore für den SCO erzielten Linda Tauber (25.), Sophia Heilscher (43., 58., 89.) und Nadja Noghreh (52., 66., 85.).

Kreisliga ER/PEG: FC Burk - SC Adelsdorf 6:2

Wieder einmal musste die Burker Torfrau Miriam Kleinsorge erst hinter sich greifen, ehe die Offensive des FCB aufdrehte. Nach einem Freistoß aus 20 Metern stand es 0:1 durch Carolin Utz (8.). Doch nur wenig später drehte die Heimelf das Spiel: Innerhalb weniger Minuten glich Julia Rose (9.) nach toller Vorarbeit von Paula Meyer aus, und kurz darauf erhöhte Mandy Nehmer per Freistoß auf 2:1 (11.). Eine umkämpfte Partie entwickelte sich, wobei Burk viel Druck ausübte und sich belohnte: Miriam Heigl erhöhte per Kopf auf 3:1 (28.), Alexandra Loukas traf aus 16 Metern zum 4:1 (31.). Kurz vor dem Pausentee schraubte Julia Rose das Ergebnis im Nachschuss auf 5:1 (43.). Das herrlichste Tor schoss Julia Rose, als sie den Ball aus 30 Metern in die Maschen donnerte (56.). Danach verflachte das Spiel, der Sieg der Burkerinnen war jedoch nie in Gefahr. Den Schlusspunkt setzte Lena Übel vom SCA (70.).

Kreisliga ER/PEG: FC Schnaittach - TSV Lonnerstadt 1:3

Insgesamt mehr Spielanteile und die besseren Chancen gaben den Ausschlag für den Lonnerstadter Sieg. Nach dem 0:1 durch Nicole Westland (15.), die einen schönen Spielzug abgeschlossen hatte, verpasste es der TSV nach der Pause, den Sack zuzumachen. Dreimal stand die Latte im Weg. Stattdessen markierte Arbenita Mehmeti den Ausgleich für den nie aufsteckenden FC. Dann aber spielten die Gäste ihre Konterstärke aus: Verena Haberkamm bediente Carmen Baumann, die zum 1:2 traf (78.). Und nach Vorarbeit von Nicole Westland sorgte Christina Spörl mit einem satten Flachschuss für die Entscheidung (90.).

Kreisklasse 1 ER/PEG: TSV Burghaslach - FC Herzogenaurach 0:4

Die junge Heimelf hatte den Gästen nichts entgegenzusetzen und war noch gut bedient. Herzogenaurach ließ beste Möglichkeiten aus und scheiterte dazu noch einige Male am Aluminium. Trotzdem ließ der FCH durch Tore von Erika Koffler (13.), Corina Pötzl (17.), Fabienne Schaal (48.) und Theresa Schaufler (63.) keine Zweifel aufkommen. Für Pötzl und Schaufler, die erst seit einem bzw. anderthalb Jahren Fußball spielen, waren es die ersten Treffer ihrer Laufbahn.

Kreisklasse 1 ER/PEG: ATSV Erlangen - Baiersdorfer SV 4:5

Die Gäste übten von Beginn an viel Druck aus und gingen durch Christina Hofmann (7.) und Laura Beifuß (26.) schnell mit 2:0 in Führung. Auch vom Anschlusstreffer von Sonja Reisinger (31.) ließ sich der BSV nicht beeindrucken, nach der Pause machten Christina Hofmann (46.), Nina Scheffler (48.) und Andrea Koch (60.) scheinbar alles klar. Doch dann fühlte sich Baiersdorf zu sicher, schaltete einen Gang zurück und ließ dem ATSV zu viel Raum, den dieser zu nutzen wusste: Sonja Reisinger (62.), Julia Altmann (68.) und Sabrina Kerner (89.) machten es noch einmal spannend, doch für den Ausgleich reichte es nicht mehr.

Kreisklasse 1 ER/PEG: SC Gremsdorf II - Hammerbacher SV 0:1

Die vor rund anderthalb Jahren gegründete Hammerbacher Damenmannschaft, die erst jetzt in den Spielebetrieb eingestiegen ist, gab über die kompletten 90 Minuten den Ton an. Die Gremsdorferinnen lauerten auf Konter, waren aber mit der Abwehrarbeit derart beschäftigt, dass es kaum Entlastung nach vorn gab. Trotzdem hielt sich die "Bixn"-Reserve lange schadlos. Erst im Laufe der zweiten Halbzeit ging der Heimelf die Luft aus, und der HSV nutzte das eiskalt: Janine Müller tanzte zwei Gegenspielerinnen aus und ließ der Gremsdorfer Torfrau keine Chance (83.).