Kreisklasse Bamberg 3

Zwei Spiele, 12:0 Tore. Der knapp am Aufstieg vorbei geschrammte SC Reichmannsdorf nimmt einen neuen Anlauf auf die Kreisliga. Die neue Spielgemeinschaft zwischen Sambach und Steppach setzte sich gegen Aschbach durch und bleibt ungeschlagen. Der TSV Burghaslach holte seinen ersten Zähler. Trailsdorf kam in Frensdorf unter die Räde, Schlusslicht bleibt aber Aufsteiger Thüngfeld.


FC Thüngfeld - SV RW Lisberg 1:4

Vor Stanislaw Nikiforow und Marco Gülta hatte Thüngfelds Vorsitzender Hans Dennert vor dem Wochenende gewarnt - vergeblich: Beide trugen sich doppelt in die Torschützenliste ein. "Die sind einfach schwer zu verteidigen", erklärte FC-Schriftführer Florian Schenkel. Schon in der siebten Minute schlug Nikiforow das erste Mal zu, bis zur Pause hielt sich der Aufsteiger schadlos.
Innerhalb von vier Minuten nach Wiederanpfiff entschieden die Gäste aber die Partie. "Da waren wir gedanklich noch in der Kabine", vermutete Schenkel. Erneut Nikiforow und Gülta trafen.

Steffan Rehberger verkürzte zwar vom Punkt nach Foul an Jörg Noppenberger (53.), doch Gülta stellte den alten Abstand rasch wieder her (62.). "Danach haben sich beide Mannschaften mit dem Ergebnis arrangiert", sagte Schenkel. Lisberg, das auf Rang 3 steht, sicherlich etwas leichter als Thüngfeld, das das Tabellenende ziert. Die Hausherren haben jetzt bereits ein Drittel der Gegentore der gesamten vergangenen Saison kassiert. "Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht", kritisierte der 27-Jährige. rup


A-Klasse Bamberg 1

Ein echter Prüfstein war auch Reundorf nicht. Nach zwei souveränen Siegen steht der FC Frimmersdorf aber auf Platz 1 der A-Klasse Bamberg 1. Lediglich die beiden Absteiger Bischberg und Waizendorf kommen nach dem zweiten Spieltag ebenfalls auf die volle Ausbeute. Pommersfelden und Wachenroth fuhren bei ihrem verspäteten Saisoneinstieg drei Punkte ein. Schlechter lief es für den von Weingartsgreuth getrennten FV Elsendorf und die Reserve der neuen SG Sambach/Steppach, die zum zweiten mal als Verlierer vom Platz gingen. Die SpVgg Mühlhausen war spielfrei und hatte keine Gelegenheit, ihr 3:5 aus der Vorwoche wettzumachen.


FV Elsendorf - SV Wachenroth 0:2

Ohne Weingartsgreuth kommt Elsendorf bislang nicht in Tritt. Der in dieser Spielzeit zum ersten Mal eingreifende SV Wachenroth holte beim FV relativ locker drei Punkte. Nach einem Abwehrfehler schnappte sich Jonas Breun die Kugel und legte auf Marcus Winkelmann zurück, der zum 0:1 einschob (32.). Vorher war es nur ein Abtasten, da waren wir zu ängstlich", analysierte Gerhard Girlich, der bei den Gästen Abteilungs-, Spielleiter und 3. Vorsitzender in Personalunion ist. Immerhin gelang seiner Mannschaft noch vor der Pause das beruhigende zweite Tor: Jan Meschede trat einen Freistoß in den Fünfmeterraum, FV-Keeper Wolfgang Bessler ließ den sicher geglaubten Ball fallen und Sören Märkl staubte ab (43.).

In der zweiten Halbzeit traf Wachenroth drei Mal den Pfosten, aber nicht mehr dazwischen, so dass Elsendorf im Spiel blieb. Allerdings hielt SV-Torwart Michael Heckel einen Strafstoß von Christian Röckelein. "Da hätte Elsendorf wohl nochmal Blut geleckt", sagte Girlich. Aus der kurzen Überzahl nach Gelb-Rot gegen Torschütze Meschede (87.) schlugen die Hausherren auch kein Kapital. rup


Kreisliga 1 ER/PEG

Trotz eines Treffers konnte René Schrettenbrunner die Niederlage Röttenbachs gegen seinen Ex-Klub nicht verhindern. Großenseebach sowie den Mitafvoriten Weisendorf und Heßdorf ist der Auftakt in die Kreisliga 1 ER/PEG dagegen gelungen.


TSV Röttenbach - SV Buckenhofen 1:3

In Vertretung für den urlaubenden Coach Helmut Wolff führte Dieter Kupfer den SV Buckenhofen an der Seitenlinie zum Erfolg. Nach einer rasanten ersten Halbzeit, in der es hin und her ging, fielen die Treffer erst im zweiten Durchgang. Zuvor haderte vor allem der SV Buckenhofen mit seiner Chancenverwertung. In der 53. Minute wurde der eingewechselte Jugendspieler Jonas Baier im Sechzehner gefoult, Routinier Hannes Wirth versenkte den Strafstoß für die Gäste zum 0:1.

Ob Außenpfosten, Querbalken oder Dribblings: Nichts führte danach zur Vorentscheidung. Stattdessen hielt ausgerechnet Ex-SVB-Stürmer René Schrettenbrunner, der wieder in Diensten des TSV Röttenbach steht, bei einem Querpass den Fuß hin und markierte den 1:1-Ausgleich (82.). "Danach wollte Röttenbach mehr", erklärt Feulner, der von dieser Marschrichtung profitierte. Buckenhofen fuhr nach Ballgewinn zwei einfache Konter, die jeweils Neuzugang André Schell zum 1:2 und 1:3 versenkte (86./88.).

"Insgesamt war das Spiel lange Zeit ausgeglichen, aber der Sieg ging aufgrund unseres Chancenplus am Ende in Ordnung. Allerdings hätte Röttenbach das Unentschieden auch halten können, wenn sie nicht auf einmal mehr gewollt hätten", fasste Feulner zusammen und freute sich, seinem Kollegen Wollf die Botschaft über den Auswärtsdreier überbringen zu dürfen. uwke



Kreisklasse 1 ER/PEG

Das Schwitzen in der Vorbereitung ist auch in der Kreisklasse 1 ER/PEG vorbei. Mitfavorit ASV Möhrendorf hat sich klar gegen Hammerbach mit Ex-Trainer Thomas Lindemayer durchgesetzt. An der Tabellenspitze steht aber Absteiger SC Eltersdorf II nach einem souveränen 5:0-Sieg gegen Mitabsteiger TKV Forchheim. Auch Aufsteiger Siemens Erlangen startete erfolgreich in die Saison.


ASV Möhrendorf - Hammerbacher SV 3:0

Möhrendorf geht als einer der Favoriten für den Aufstieg in die neue Saison - und hat diese Rolle im ersten Saisonspiel eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Durch Treffer von Andreas Hess (9.), Christoph Remmelberger (12.) und Johannes Müller (29.) stand es nach etwas weniger als einer halben Stunde bereits 3:0 für die Gastgeber. "In der ersten Hälfte haben wir zwei schnelle Tore erzielt, das war gut. Außerdem waren unsere Treffer schön herausgespielt. Hammerbach hatte im ersten Abschnitt vielleicht eine gute Möglichkeit, wir hätten noch zwei, drei Tore nachlegen können", sagte Möhrendorfs Spielertrainer Heinz Halmer.

Im zweiten Abschnitt hatten die Hausherren noch einige Chancen, nutzten diese aber nicht konsequent genug. Dennoch stand ein ungefährdeter wie verdienter Sieg zu Buche. "Wir haben zu Null gespielt und drei Tore gemacht. Und das zum Saisonstart, da bin ich natürlich sehr zufrieden, zumal wir viele Ausfälle kompensieren mussten", freute sich Halmer. mst



A-Klasse 1 und 2 ER/PEG

Absteiger Bubenreuth hat sich mit einem 9:0 gegen Hausen II eindrucksvoll in der A-Klasse 1 ER/PEG zurückgemeldet. Auch Frauenaurach fuhr zum Auftakt einen Sieg ein. In der A-Klasse 2 hat sich der SC Oberreichenbach mit einem 4:3 gegen Großenseebach II die Tabellenführung geholt, da kein Team mit mehr als einem Tor Unterschied gewann. So fuhren auch Etzelskirchen und die neue Spielgemeinschaft zwischen Höchstadt und Gremsdorf einen knappen Sieg ein. Niederlindach verpatzte den Saisonstart, Neuhaus holte zumindest einen Zähler.


SC Münchaurach - SG Höchstadt/Gremsdorf 1:2

"Ich würde von einem schmeichelhaften Auswärtssieg sprechen", erklärte Andreas Riedel, Teammanager der neu gegründeten SG nach der Partie. "Münchaurach hatte Feldvorteile, wir haben auf Konter gelauert." Nach einer Viertelstunde brachte einer der genannten Gegenstöße den Gästen die Führung, Amine Touti lief nach schnellem Umschaltspiel allein auf SC-Schlussmann Armin Salbaum zu und blieb eiskalt. In der Folge erarbeiteten sich die Hausherren ein spielerisches Übergewicht, der Ausgleich durch Christian Rohr kam nicht überraschend. Er verwandelte einen Handelfmeter abgeklärt (41.).

Der zweite Abschnitt bot den Zuschauern ein ähnliches Bild. Münchaurach verbuchte mehr Ballbesitz, ohne zu klaren Torgelegenheiten zu kommen. Die SG lauerte weiterhin auf Konter und nach gut einer Stunde ging die Taktik auf. Max Brehm kam vor dem Strafraum an den Ball, tankte sich in den Sechzehner und schoss zum 1:2 ein. Münchaurach drängte fortan auf den Ausgleich, kam aber zu keinem weiteren Torerfolg. "Unter dem Strich war der Sieg natürlich etwas glücklich, aber die Punkte nehmen wir gerne mit", sagte Riedel. mho


Bezirksliga Mittelfranken 1: FC Herzogenaurach - SpVgg Hüttenbach 1:1

FC-Trainer Jakob Karches hatte sein Team im Vergleich zum Spiel unter der Woche beim ASV Fürth auf vier Positionen verändert und die Partie begann vielversprechend für die Heimmannschaft. Bereits in der fünften Minute scheiterte Nick Maschke mit einem Rechtsschuss an Torwart Sebastian Hartmann, genau wie Neuzugang Mario Hillenbrand kurze Zeit später mit einer Direktabnahme aus 16 Metern. Auch in der Folgezeit stand Hartmann im Mittelpunkt. Hillenbrand lupfte erst über seinen Kasten, dann verpassten er und Maschke weitere Gelegenheiten.

Im Anschluss verflachte die Partie, wobei die Pumas gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatten. In der 29. Minute scheiterte Michael Thomann, auch Kevin Rockwell brachte den Ball in aussichtsreicher Situation nicht im Tor unter (36.). Bis zur Pause kam kein einziger Schuss auf das Tor von Herzogenaurachs Schlussmann Christoph Juckelandt.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Der FC machte das Spiel, Hüttenbach stand hinten drin und wartete auf Konter. In der 52. Minute legte Thomann den Ball von der Grundlinie zurück, ein Gästeakteur bekam das Spielgerät am Boden liegend an die Hand, doch der Schiedsrichter ließ die Szene laufen. Es dauerte bis zur 68. Minute, bis sich der FC wieder Chancen im Minutentakt erarbeitete. Aber alle wurden zum Teil kläglich vergeben. Selbst der freistehende Rockwell brachte den Ball nach einem Pfostenschuss nicht ins Ziel.

So kam es, wie es kommen musste: Der einzige Angriff der SpVgg führte zum 0:1. Nach einem Konter stand die FC-Abwehr etwas zu hoch. Nico Elterlein musste eine Hereingabe nur noch einschieben (77.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Doch die Truppe von Karches stemmte sich gegen die Niederlage - mit Erfolg: In der 87. Minute setzte sich Thomann im Strafraum durch und schoss die Kugel unhaltbar in die linke untere Ecke.
Unter dem Strich ließen die Hausherren zwei Punkte liegen, dürfen sich aber auf die Rückkehr der Langzeitverletzten Eric Stübing, Marco Amling und Alexander Ronneburg freuen. rli
FCH: Juckelandt - Rahe (84. Kratz), Burkhardt, Karches, Müller, Staniszewski, Reinhardt (88. Göller), Thomann, Hillebrand, Rockwell, Maschke / Schiedsrichter: Michael Emmert (Flachslanden) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Elterlein (77.), 1:1 Thomann (87.)