Die Revanche ist gelungen. Nur eine Woche nach der unglücklichen 4:5-Niederlage nach Sechsmeterschießen im Finale der Hallenfußball-Kreismeisterschaft traf der FSV Großenseebach bei der Bezirksmeisterschaft in Feucht erneut auf den FC Pegnitz. Im dritten Gruppenspiel bezwang der Vorjahressieger den FC dabei souverän mit 2:0 - was letztlich jedoch nichts nutzte. Denn nach dem 0:2 im Halbfinale gegen den späteren Sieger TSV Falkenheim Nürnberg gab es ein frühes Erwachen aus dem Traum von der Titelverteidigung.

Der Sieger des vom SC Gremsdorf ausgerichteten "Bixn"-Hallenpokals wurde nicht in der regulären Spielzeit gefunden. Erst im Neunmeterschießen setzte sich der SC Adelsdorf mit 8:7 gegen den DJK-FC Schlaifhausen durch. Die Gastgeber kamen hingegen nicht über die Gruppenphase hinaus und mussten sich mit Platz 5 zufrieden geben.

Bezirksmeisterschaft

In der Gruppenphase schien Großenseebach nicht sonderlich Probleme damit zu haben, die Favoritenrolle anzunehmen. Vor allem in der Defensive wusste der Tabellenzweite der Bezirksoberliga Mittelfranken zu überzeugen. In Tore konnte die optische Überlegenheit jedoch nicht umgemünzt werden, weshalb es gegen die SG Nürnberg/Fürth nur zu einem torlosen Remis reichte. Auch im zweiten Spiel der Vorrunde tat sich der FSV lange damit schwer, den Ball über die Linie zu bringen. Drei Großchancen wurden liegen gelassen, ehe dem Titelverteidiger gegen den 1. FC Altdorf schließlich sein erster Treffer des Turniers gelang, der wegen der erneut überzeugenden Abwehrarbeit zum Sieg reichte.

Die zusätzliche Motivation gegen den FC Pegnitz schien das Toreschießen jedoch zu vereinfachen. Gleich die erste Möglichkeit nutzte der FSV, um in Führung zu gehen und hätte wenige Minuten vor Schluss schon alles klar machen können, scheiterte aber aus zehn Metern. Kurze Zeit später zappelte der Ball dann aber doch noch einmal im Pegnitzer Netz. Die Revanche war gelungen. Doch die Freude darüber währte nur kurz, da im Halbfinale gleich Endstation war.

Während der FSV in den ersten drei Spielen der Gruppenphase keinen einzigen Treffer kassierte, musste Torhüterin Jennifer Mertz gleich zweimal hinter sich greifen. Der 23-Jährigen war es zu verdanken, dass die Partie nicht schon frühzeitig entschieden war. Vor dem Gegentreffer zum 0:2 vereitelte sie gleich mehrere Gelegenheiten des TSV Falkenheim Nürnberg. Großenseebach ließ dagegen erneut zu viele Chancen aus, machte es im Spiel um Platz 3 dann jedoch zunächst besser. Doch nach dem frühen 1:0 legte die SpVgg Erlangen immer mehr zu und drehte durch zwei Tore noch die Partie.

Im Finale setzte sich der TSV Falkenheim Nürnberg gegen die SG Nürnberg/Fürth mit 2:1 durch. Sechs Minuten vor dem Ende sorgte ein hart geschossener Freistoß für die Entscheidung.

"Bixn"-Hallenpokal

Bereits zum vierten Mal lud der SC Gremsdorf zu seinem "Bixn"-Hallenpokal ein. Erstmals sollten dabei zehn Mannschaften um den Turniersieg spielen, doch da die TSG Bamberg nicht antrat, hatte jeweils eine Mannschaft der Gruppe 1 ein Spiel Pause. Mit dem SC Adelsdorf und dem DJK-FC Schlaifhausen standen jedoch zwei Teams der Gruppe 2 im Finale. Für Gremsdorf reichte es jedoch nach Platz 3 in der Gruppe 2 nur zu Rang 5. "Das hätte deutlich besser sein können", kritisierte Mannschaftsbetreuer Ralph Schwinge. "Gerade beim 0:2 gegen den TSV Lonnerstadt haben wir uns ziemlich blöd angestellt. Das war ein Witz." Dennoch hätte dem SC in seinem letzten Gruppenspiel gegen den SV-DJK Eggolsheim ein 1:0-Sieg gereicht, um ins Viertelfinale einzuziehen, kam über ein 0:0 jedoch nicht hinaus.