Die Shorthorns verloren das Spitzenspiel gegen den nach wie vor ungeschlagenen Tabellenersten aus Litzendorf, welcher nun wohl das Ticket in Richtung Regionalliga buchen kann. Durch den verlorenen direkten Vergleich ist die TSH wohl nicht mehr in der Lage, an der Führungsposition der BG zu rütteln.


TS Herzogenaurach - BG Litzendorf 49:54

Im ersten Viertel gestalteten die Gastgeberinnen die Partie positiv. Mit Intensität und Leidenschaft erarbeiteten sie sich eine Führung und kamen durch die bärenstarke Jana Ulbig, welche insgesamt 18 Punkte auflegte, immer wieder zum Erfolg. Hinten machte die routinierte Ricarda Schilling den Laden dicht. Doch die Oberfränkinnen schlugen zurück, holten ein 4:9 auf und glichen mit der Sirene zum 13:13 aus.

Im zweiten Viertel spielten die Aurachstädterinnen wohl den besten Basketball der vergangenen fünf Jahre: Offensiv feuerten nun Katharina Dathe und Yvonne Schauf aus allen Rohren und hinten dominierte Jana Ulbig Zone und Rebound und fungierte für die grippebedingt fehlende Anne Pfister als Center. Mit überragender Athletik zeigte die etatmäßige Aufbauspielerin, dass sie wohl tatsächlich alle Positionen mit Kompetenz ausfüllen kann. So setzten sich die Herzogenauracherinnen Stück für Stück ab und lagen zur Halbzeitpause überraschend mit 31:20 in Front.

Doch das täuschte über den Spielverlauf hinweg, und in der zweiten Spielhälfte münzte der Tabellenführer die Überlegenheit dann auch in Punkte um. Vor allem Daniela Vogel stemmte sich in mit einem Wahnsinns-Auftritt gegen die Niederlage. Mit ihren gut 1,80 Metern Körpergröße übernahm die Ex-Bundesliga- und -Eurocup-Spielerin den Aufbau. Mit faszinierender Leichtigkeit tänzelte sie durch die Reihen der TSH und legte im dritten Viertel zwölf ihrer insgesamt 26 Punkte auf. Die Shorthorns verloren ihren Rhythmus, der Vorsprung schmolz auf 41:39 zusammen.

Doch so leicht wollten sich die Aurachstädterinnen nicht geschlagen geben. Sie erhöhten ihrerseits die Schlagzahl und fanden in Alexia Coutaz und Anna Bimazubute ihre Punktegarantinnen. Somit entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch auf hohem Niveau, den die Shorthorns für sich hätten entscheiden können, wenn da nicht Daniela Vogel gewesen wäre. Sie punktete weiter fleißig und produzierte nun auch noch in der Defensive Ballgewinne am Fließband. So ging es spannend in die letzten Minuten, wobei die Shorthorns die Wende nicht mehr herbeiführen konnten.

"Wir haben heute ein überragendes Spiel abgeliefert, aber die Litzendorferinnen waren schlichtweg noch besser. Wir haben wirklich an unserem Leistungslimit gespielt und können uns nichts vorwerfen. Doch dies hat leider nicht gereicht, aber so ist es leider eben manchmal im Sport und im Leben. Doch wir können die Saison mit erhobenem Haupt zu Ende spielen", erklärte Shorthornstrainer Markus Schönmüller hinterher.

TSH: Bimazubute (6), Coutaz (2), Dathe (11), Haberzettl (4), Leverenz, Schauf (2), Reimers, Schilling (6), Ulbig (18), Wittmann