Zum Saisonabschluss liegen die Emotionen beim Schachclub Höchstadt nah beieinander, denn es gibt Aufstiegsjubel und Abstiegstränen. Während der SC Höchstadt II als Zweitletzter in die Kreisliga abrutscht, wurde die erste Mannschaft überraschend Zweiter und steigt auf, weil der Meister auf den Sprung in die Regionalliga verzichtet.


Bezirksoberliga Oberfranken: SC Höchstadt - SK Presseck 8:0

Weil die Gäste das letzte Saisonspiel kurzfristig absagen mussten, kam der SCH kampflos zu einem 8:0-Erfolg, durch den das Team von Mannschaftsführer Holger Schwarzmann mit 12:6 Punkten auf Rang 2 in der Zehnerliga kletterte. Das Topteam des TSV Kirchenlaibach, das Höchstadt mit 5,5:2,5 demontiert hatte und nach drei Auftaktsiegen unbezwingbar schien, wurde mit 11:7 Zählern nur Dritter. Souveräner Meister wurde der FC Nordhalben (14:4), der allerdings bereits mehrfach auf den Aufstieg in die Regionalliga Nord-West verzichtete - so auch diesmal. Kurz nach der letzten Runde bestätigten die Nordhalbener ihren Verbleib in der Bezirksoberliga, deshalb steigt Höchstadt auf.
Die Aischgründer können somit auf eine exzellente Saison zurückblicken. Der Weggang des 19-jährigen Spitzenspielers Lukas Schulz, der für den SC Forchheim in der zweiten Bundesliga spielt, wurde überraschend gut verkraftet. Tobias Schwarzmann absolvierte mit "acht Siegen aus neun Spielen eine fast perfekte Saison, gehört zu den erfolgreichsten Spielern der Liga. Auch Newcomer Michael Gorka glänzte (5,5 von 8).


Bezirksliga West Oberfranken: SC Bamberg II - SC Höchstadt II 6,5:1,5

Für die zweite Mannschaft des SC Höchstadt ging eine enttäuschende Saison zu Ende. 3:15 Mannschaftspunkte bedeuten Platz 9, knapp hinter dem TSV Mönchröden (4:14) und vor dem Post-SV Bamberg (3:15). Der Abstieg in die Kreisliga Bamberg ist bitter, mehrere Spielerausfälle über die ganze Saison hinweg konnten nicht kompensiert werden. Bei der abschließenden Pleite beim Meister blieben die Höchstadter ohne Sieg. Einzig Janusz Gorniak, Wolfgang Paulini und Walter Schmidt holten ein Remis. Beste Spieler der Saison sind Alfred Götzel, Horst Schulz und Peter Metzner, jeweils mit rund 50 Prozent Punkteausbeute.