Weil der ASV Vach (0:3 gegen Gebenbach) und der FC Sand (1:2 gegen Würzburger FV) ihre Partien in der Fußball-Bayernliga Nord verlieren, ist der FSV Erlangen-Bruck der Gewinner in der Abstiegszone. Trotz des 4:3-Siegs gegen Abtswind bliebt der FSV auf Rang 15, hat nun aber nur noch einen Punkt Rückstand auf den ASV Vach auf Rang 14 und vier Punkte Rückstand auf den direkten Klassenerhalt. Den erstrebten Platz 13 belegt der ATSV Erlangen, der in Großbardorf mit 0:2 den Kürzeren zieht.

Bayernliga Nord

FSV Erlangen-Bruck - TSV Abtswind 4:3

Mitte der ersten Halbzeit ging der Gastgeber nach einer sehenswerten Kombination in Führung, die von Adem Daoud mit einem Schuss aus zwölf Metern vollendet wurde (22.). Abtswind gelang postwendend der Ausgleich, als Christopher Lehmann von links in die Mitte zog und den Ball mit einem Schlenzer ins lange Eck beförderte (23.). In der Folge erzielten die Gäste den hochverdienten Führungstreffer, diesmal schob Jürgen Endres eiskalt ein (37.). Auch nach dem Seitenwechsel hatte Abtswind mehrere Chancen auf die Entscheidung, nutzte diese aber nicht. Besser machten es die Gastgeber in Person von Oliver Seybold, der nach einer Hereingabe von der linken Seite goldrichtig stand und den Ausgleich erzielte (64.).

Seybolds zweiter Treffer wenige Minuten später war eine exakte Kopie seines ersten Tores (72.). In der Schlussphase belohnten sich die Gäste für eine starke Offensivleistung und kamen durch Philipp Hummel zum überfälligen Ausgleichstreffer (85.). Wenige Minuten später war wieder Oliver Seybold nach einer Hereingabe von Bastian Lunz zur Stelle: 4:3 (88.). Kurz darauf sah Philipp Hummel die Rote Karte, nachdem er seinen Gegenspieler zu Boden schubste (90.). "Wir hatten alleine nach dem 1:2 sechs gute Chancen am Stück, die wir nicht genutzt haben. Das wird langsam leider zu einem Muster bei uns. Zudem haben wir taktisch undiszipliniert gespielt und unsere defensive Leistung war einfach katastrophal", fasste TSV-Trainer Mario Schindler die verrückte Partie zusammen.

FSV: Beck - Sperber, Lala, Bauernschmitt, Güler (70. Wilke), Ferizi (63. Kemenni), Selmani, Seybold, Lunz, Djonbalic, Daoud (84. Hinrichs)

TSV Großbardorf - ATSV Erlangen 2:0

In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zwar mehr Ballbesitz, dennoch machte die Mannschaft von Trainer Shqipran Skeraj nichts aus dieser Überlegenheit. TSV-Akteur Simon Snaschel stand nach einem Pressschlag goldrichtig und sorgte für die frühe Führung (9.). Nach dem Seitenwechsel agierte Erlangen deutlich offensiver und kam auch zu einigen Chancen. Da der ATSV nun mehr riskieren musste, ergaben sich für Großbardorf mehr Räume zum Kontern.

Mit dem Beginn der Schlussphase nutzte der TSV einen dieser Konter und Snaschel entschied mit dem zweiten Treffer das Spiel endgültig (72.). "Es war heute für uns insgesamt eine schwere Partie", sagte ATSV-Trainer Shqipran Skeraj. "Großbardorf stand defensiv sehr gut, aber wir hatten trotzdem vor der Halbzeit viel Ballbesitz und einige Chancen, um in Führung zu gehen. Nach dem Seitenwechsel haben wir viel offensiver agiert und kamen auch zu einer hundertprozentigen Chance. Wenn man diese dann nicht nutzt, dann wird es gegen solche Gegner eben schwer."

ATSV: Kraut - Vargas (70. List), Geißler, Faßold (72. Markert), Yüce, Guerra, Marx, Ruhrseitz (75. Fiebig), Forisch, Bogunovic, Mandelkow

SV Seligenporten - SC Eltersdorf 1:0

Das Freitag-Abendspiel verlor der SC Eltersdorf in Seligenporten mit 0:1. Bereits in der 18. Minute hatte Raffael Kobrowski den Siegtreffer markiert. In der Schlussphase dieser Partie kassierte Seligenportens Sebastian Glasner die Rote Karte (87.), Armin Bindner musste in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Feld (90.+3). Zu seinem Vorteil nutzen konnte der SC Eltersdorf die kurze Überzahl aber nicht mehr.red

SCE: Akbakla - Kind, Janz (89. Buchmann), B. Herzner, Göbhardt, Sengül, Said, Schäferlein, T. Herzner, Fuchs (73. Sali), Dotterweich