Für den Baiersdorfer SV läuft gegen den TSV Kornburg spielerisch wenig zusammen, schnell liegen die Gastgeber mit 0:2 zurück. Ein Traumtor von Pilz in der allerletzten Minute sichert dem BSV aber einen Zähler. Das wohl nervenaufreibendste Spiel der bisherigen Saison gewann die SpVgg Heßdorf bei den FC Bayern Kickers knapp und setzte sich wieder an die Tabellenspitze, weil die SpVgg Erlangen bei der Eltersdorfer U23 nicht über ein 1:1 hinauskam.

FCB Kickers Nürnberg - SpVgg Heßdorf 3:4

Die erste Viertelstunde hatte die Heimelf vor 160 Zuschauern leichte Vorteile, doch scheiterten sie immer wieder im Abschluss (12., 16.). Auch die Mannen von Trainer Joachim Schwarz kamen zu ihren Möglichkeiten: Ein Freistoß von Marxer segelte knapp am Tor vorbei (11.). Wenig später machte er es besser: Marxer zog aus gut 25 Metern ab, sein platzierter Schuss bedeutete das 1:0 für
die Heßdorfer (18.).
Durch dieses Tor angetrieben, agierten die Gäste weiter nach vorn. Straub, der für Sebastian Hofmann in der Startelf auflief, da dieser noch am Flughafen in Tunesien festhing, versuchte es mit einem beherzten Schuss, doch ging dieser knapp am Tor vorbei (22.). Die Nürnberger hatten bis dahin wenig entgegenzusetzen, zu schwach war ihr Checking nach vorn. So ging man mit der knappen Führung in die Pause.
Nach der Halbzeit kamen die Gäste gestärkt und voller Siegeswillen aus der Kabine. Stefan Marxer lief sich nach einem Freistoß von Straub frei, setzte sich souverän gegen die Nürnberger Abwehr durch und schloss mit dem 2:0 für die SpVgg ab (54.). Nur 120 Sekunden später erhöhte Hannes Fleischmann auf 3:0 (55.). Jetzt schienen die Heßdorfer siegesicher und die zahlreichen mitgereisten Fans waren ebenfalls der Meinung, das Spiel und die drei Punkte sicher mit nach Hause zu nehmen.
Aber weit gefehlt. Quasi aus dem Nichts erzielten die Nürnberger den 1:3-Anschlusstreffer druch Führer (71.) und nur kurz darauf durch den gleichen Spieler den Anschlusstreffer, dem ein Freistoß auf Höhe der Mittellinie vorausgegangen war. Heinlein konnte zwar den ersten Schuss noch auf der Linie parieren, aber beim Nachschuss war er machtlos (75.). Jetzt war die Partie wieder völlig offen. Die Heimelf witterte ihre Chance - und die Gäste standen hilflos da. Zwei hochkarätige Chancen auf Seiten der Nürnberger wurden nicht verwertet (76., 78.). Dieses Unvermögen wurde dann gleich darauf von den Heßdorfern bestraft: Trebes passte präzise auf den eingewechselten Leist - dieser ließ den Torwart gekonnt aussteigen und vollendete zum 4:2 für die Spielvereinigung (82.). Jetzt schien die Partie endlich entschieden zu sein, aber die Nürnberger erzielten erneut den Anschlusstreffer zum 3:4 - und so musste man auf Seiten der Heßdorfer bis zur letzten Minute um den Sieg zittern, der aber dann letztendlich doch mit in den Seebachgrund genommen werden konnte.

Baiersdorfer SV - TSV Kornburg 2:2

Baiersdorf kam nach dem spielfreien Wochenende überhaupt nicht ins Spiel und konnte nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. In der 16. Minute gingen die Gäste durch Ruziski in Führung, der aus 16 Metern nach einem Abpraller einschieben konnte. Vorausgegangen war eine gute Fußabwehr von Krones gegen den aus Abseitsposition alleine auf ihn zulaufenden Pasko. Nur sieben Minuten später erhöhte Pasko nach einem katastrophalen Fehler im Spielaufbau auf 2:0. Die Gäste beschränkten sich auf ihre stabile Defensive und setzten über die beiden Torschützen immer wieder offensive Zeichen. Beim BSV blieben nahezu alle Spieler unter Normalform und so war es eine Standardsituation, die den Hausherren wieder Mut machte. Seubert zirkelte einen Freistoß auf den Kopf von Janousek, der Anschluss war hergestellt (41.). Kurz vor dem Wechsel hätte Vuculescu beinahe noch ausgeglichen, doch Linhardt köpfte seinen Schuss, der wahrscheinlich im Tor gelandet wäre, noch zur Ecke.
Nach der Pause hatte es kurz den Anschein, dass die Gastgeber aus ihrer Lethargie erwacht sein könnten, doch zweimal kam Cescutti aus aussichtsreicher Position nicht richtig zum Abschluss. Das war es aber dann auch wieder und Kornburg verwaltete weiterhin relativ problemlos den Vorsprung. Allerdings konnten sie sich vorne kaum mehr in Szene setzen, so dass die Abwehr quasi immer unter Druck stand. Baiersdorf spielte viel zu langsam und umständlich, konnte sich zudem vorne so gut wie überhaupt nicht durchsetzen. Als keiner mehr damit rechnete, erzielte der BSV den alles in allem verdienten Ausgleich (90.): Der eingewechselte Pilz nahm eine zu kurze Abwehr aus 20 Metern sensationell volley und traf.